Rundbrief 2016 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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November2015

RUNDBRIEF Weihnachten 2016

Denn ein Kind ist geboren, der künftige König ist uns geschenkt! Und das sind die Ehrennamen, die ihm gegeben werden: umsichtiger Herrscher, mächtiger Held, ewiger Vater, Friedensfürst.
Wir haben es geschafft! Danke schön!
Was für eine wunderbare Bestätigung am Ende eines schwierigen Jahres. Wir haben so viel erreicht. Tausende von Kindern konnten vom drohenden Tod und aus Hoffnungslosigkeit gerettet werden. Tausende von armen Menschen wurden erreicht. Wir sind euch wirklich dankbar, dass ihr diesen langen Weg mit uns geht. Eure Spenden, Gebete, euer Weitererzählen von unserer Arbeit und eure ermunternden Nachrichten, die uns Hoffnung machen, haben uns enorm gestärkt.
Durch euch war es uns möglich, hunderttausenden von Menschen in unserer Gesellschaft konkret zu helfen.
Dafür danken wir euch ganz herzlich.
Einsatzgebiete der MCF
Einige Zahlen zu der Grafik:
- 3000 Kinder werden täglich von uns versorgt.
- 10 000 Familien aus den umliegenden Gemeinden profitieren von unserem kostenlosen Trinkwasserangebot jährlich.
- 12 000 Kinder haben inzwischen unser Rehabilitationsprogramm durchlaufen.
- 200 000 Menschen aus den umliegenden Gemeinden haben von uns in den letzten 5 Jahren Essen und medizinische Versorgung erhalten.
- 670 000  Menschen (Lehrer, Studenten, Schüler) haben wir durch unsere verschiedenen gesellschaftlichen Programme erreicht. (Kinderrechteprogramm, Baumpflanzaktionen, Ausbildung zur Führunskraft-Programm usw.)
Essen für uns und unsere Nachbarn
Das Jahr hat schwierig angefangen. Wie ihr vielleicht noch wisst, ist die niederländische Exportfirma, mit der wir zusammengearbeitet hatten, 2015 bankrott gegangen, und ihre Schulden uns gegenüber von 90.000 Euro sind immer noch nicht beglichen. Außerdem konnten wir den Großteil des Jahres unsere Erzeugnisse nicht exportieren und sind immer noch daran, eine neue seriöse Exportfirma zu finden, die auch angemessen bezahlt. Wir konnten uns deshalb nur zu einem Prozentsatz von 15% selbst finanzieren. Das heißt, dass wir die übrigen 85% unsere Kosten durch Spenden von euch und anderen Unterstützern ausgleichen müssen.
Wir haben unsere Ausgaben auf ein Minimum reduziert, aber dennoch gilt es weiterhin, über 3000 Kinder täglich zu versorgen, nicht nur mit Essen. Sie brauchen auch Bücher, Stifte, Seife und andere Hygieneartikel. Außerdem müssen wir unsere Angestellten bezahlen und für Strom und Benzin aufkommen. In dieser Angelegenheit bitten wir ganz besonders um eure Gebete, so dass wir wenigstens die Grundbedürfnisse unserer Kinder sowie der Nachbargemeinden abdecken können, uns finanziell erholen und unsere landwirtschaftlichen Erträge verdoppeln können.
Hochzeitsglocken in einem weit entfernten Land!
Ihr könnt euch unsere Freude vorstellen als wir 6 unserer Mädchen zu ihrem Berufsabschluss als Krankenschwestern in Deutschland besuchen konnten. Eine von ihnen hatte später noch ihre Hochzeit, an der wir ebenfalls teilnahmen.
Die 6 Mädchen kommen aus verschiedenen Teilen Kenias, wurden bei uns aufgenommen, als sie in desaströsen Lagen waren und ihr Leben gefährdet war. Durch Freunde der MCF und die deutsche Regierung haben wir für diese Mädchen Stipendien bekommen für die Ausbildung zu Krankenschwestern. In den vergangenen 4 Jahren haben sie Deutsch gelernt und ihre Ausbildung auf Deutsch in einem für sie fremden Land mit besten Noten abgeschlossen. Könnt Ihr euch vorstellen, wie wir uns freuen? Als ob das nicht genug wäre, hat eines der Mädchen ein paar Tage nach ihrem Abschluss einen jungen Mann aus Deutschland geheiratet, den sie Esther und mir zu Hause(MCF) in Kenia vorgestellt hat. In der Nähe von Tübingen erlebten wir eine farbenprächtige und fröhliche Hochzeit. Wir wünschen Virginia und Daniel alles Gute zum Familienstart und wir wünschen den anderen jungen Frauen Gottes Segen an ihren neuen Arbeitsplätzen.

Von uns gegangen
Im Jahr 2016 haben wir 2 Kinder verloren. Eines der Kinder hatte einen Unfall. Das andere starb nach einem längeren Kampf mit HIV-Aids. Sie hatte ihre Ausbildung in Yatta vor einem Jahr beendet und lebte bereits wieder in ihrer alten Heimat. Bitte denkt an ihre Angehörigen und an uns im Gebet, während wir mit dem Verlust dieser beiden Kinder zu kämpfen haben.

Bildung – Ein Schlüssel für eine bessere Zukunft
Die nationalen kenianischen Prüfungen sind für die Entwicklung der Kinder Kenias von enormer Bedeutung, da sie den nächsten Schritt in ihrer akademischen Entwicklung bestimmen. Trotz ihrer Wichtigkeit wollen wir bei der MCF auch alternative Wege der Ausbildung voranbringen. Neben vielen anderen Tätigkeiten bilden wir die Kinder vor allem in Landwirtschaft, Fischfang, anderen praktischen Berufen, dem Führen eines eigenen Betriebes und in Sport aus. Damit schließen wir weitgehend aus, dass ein Kind in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird und keine anständige Lebensgrundlage erhält. Bei der Förderung der Führung eines eigenen Betriebs und der Aneignung von beruflichen Fertigkeiten ist viel Unterstützung nötig, denn auf unserem Arbeitsmarkt gibt es davon sehr wenig.
Genau aus diesem Grund wurde das Mully College im Mai 2016 offiziell eröffnet und gestartet. Mully College soll sowohl ehemaligen Schülern der MCF als auch anderen Studenten aus ganz Ostafrika, für die der Besuch des Mully College kostenpflichtig sein wird, verschiedene Berufsausbildungen ermöglichen. Am ersten Tag haben sich 55 Studenten eingeschrieben, und immer mehr Studenten aus ganz Kenia kommen, um an unserem College zu lernen.
Momentan ermöglichen wir 77 unserer eigenen ehemaligen Schüler eine kostenlose Ausbildung am Mully College. Das ist nur möglich durch ein Stipendium für diese Studenten, die eine 2-jährige Ausbildung durchlaufen werden. Wir hoffen, dass wir genügend finanzielle Mittel aufbringen können, um diesen Schülern ebendies zu gewährleisten. Dieses Programm hat bisher noch nicht allzu viel Unterstützung erfahren. Diese jungen Menschen können durch ihre Ausbildung bei uns eines Tages das Land und den ganzen Kontinent verändern. Wir bitten euch, uns dabei zu unterstützen.
Ehemals an den Rand der Gesellschaft gedrängte Jugendliche können so einmal die Impulsgeber für Veränderungen in unserem Land werden.

Unterstützung von Schulen in verschiedenen Gemeinden
In den Bezirken Yatta, Mombasa, Kilifi und Turkana haben wir auch in diesem Jahr täglich eine warme Mahlzeit an tausende von Kindern in verschiedenen Schulen ausgegeben. Dadurch konnten die Kinder vor allem in den besonders trockenen Gegenden, in denen das Essen knapp ist, in der Schule bleiben. Wo es kein Essen gibt, gehen die Kinder auch kaum zur Schule.
An unserem Standort in Turkana bekommen über 700 Kinder täglich einen Brei am Morgen sowie ein warmes Mittagessen. In Vipingo sind es 450 Kinder, und in Yatta über 1500. Dort bekommen sie außerdem kostenlose medizinische Versorgung und Schuluniformen. Im Bezirk Yatta ist dadurch die Zahl der Schulgänger gestiegen und die Zahl der Diebstähle und Disziplinlosigkeiten zurückgegangen, da die jungen Menschen nun zur Schule gehen und sich aufs Lernen konzentrieren können.
Zusätzlich haben wir ein Programm, das speziell auf Mädchen ausgerichtet ist. Wir wollen sichergehen, dass diese das ganze Schuljahr über die Schule besuchen können. Die meisten Mädchen in den ländlichen Gebieten Kenias bleiben während ihrer Menstruation eine Woche dem Unterricht fern, da sie keine Monatsbinden haben. Deshalb haben wir an verschiedenen Schulen Monatsbinden verteilt. Ansonsten verpassen sie viel und schneiden bei Prüfungen schlecht ab. Viele von ihnen brechen die Schule schließlich auch ganz ab. Ihr könnt diesen Mädchen auch helfen und uns bei unserem Hygiene-Programm unterstützen.
Sport und Kunst
Sportveranstaltungen, Gesang und andere Auftritte der MCF-Schützlinge fördern die Kreativität, den Teamgeist sowie das Selbstbewusstsein und sie helfen ihnen, gute Anführer zu werden. Viele sind immer wieder erstaunt, wenn unser Karateteam, unser Theaterclub und unsere Chöre bei Wettbewerben teilnehmen und Preise gewinnen. Dieses Jahr wurden einige Mädchen und Jungen unseres Karateteams ins nationale Olympia-Team nominiert.
Bei verschiedenen Veranstaltungen in Schulen, Kirchen, Dorffesten und politischen Veranstaltungen konnten unsere Chöre, Akrobatenteams und Theatergruppen ihr Talent zeigen. Außerdem machten wir 2016 eine Reise durch Kanada. Eins der momentanen Bauprojekte in Ndalani ist eine Sporthalle, wo wir Talente fördern wollen.

Helfen Sie uns, an Weihnachten mit den Ärmsten zu teilen?
Für die Kinder und Familien, denen wir in den Slums und auf den Dörfern helfen, kann Weihnachten eine schwere Zeit sein. Viele von ihnen werden nichts zu essen haben.
Ihr könnt uns helfen, das zu ändern. Gemeinsam können wir das echte Weihnachten mit diesen Familien teilen und ihnen neue Hoffung schenken.
Wir planen ein dreitägiges Speisungsprogramm während der Weihnachtstage und Neujahr, wo wir den Kindern besonders reichhaltiges Essen, Limonade, Süßigkeiten und Kekse ausgeben wollen.
Es soll 3 Weihnachtsessen geben. Pro Kind rechnen wir mit 2 € pro Mahlzeit. Insgesamt macht das also 6 € pro Kind für drei Tage.  
Bei den Weihnachts-Essenspaketen für eine achtköpfige Familie in den Slums und Dörfern rechnen wir mit ca. 20 € pro Familie.
1500 Familien sollen ein solches Essenspaket bekommen, das folgende Nahrungsmittel beinhalten wird: 2 kg Reis, 2 kg Weizenmehl, 2 kg Maismehl, 1 kg Salz, 1 kg Speisefett, 2 kg Zucker und 1 kg getrocknete Bohnen.
Diese Zeit ist für so viele Menschen besonders schwierig, da sie nichts oder nur sehr wenig zu essen haben. Wir beten darum, dass wir die Liebe Christi mit diesen Hungrigen und Leidenden in dieser besonderen Zeit im Jahr teilen und ihnen neue Hoffnung schenken können.

Jesaja 9,6: „Denn ein Kind ist geboren, der künftige König ist uns geschenkt! Und das sind die Ehrennamen, die ihm gegeben werden: umsichtiger Herrscher, mächtiger Held, ewiger Vater, Friedensfürst.“
Wir wünschen Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr 2017!

Gottes Segen,

Charles Mulli
(Gründer und Geschäftsführer des Mully-Kinderheimes)

Bankverbindungen:  
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht  mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail  an    Walter  Schäfer  :
schaefer.wally57@arcor.de  

Besuchen Sie auch unsere neue Homepage: www.mully-childrens-family.com

oder als Download

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