Rundbrief 2015 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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November2015

RUNDBRIEF November 2015

Herzliche Grüße an alle Freunde der Mulli Straßenkinder Familie (MCF)!

Wenn ich das Jahr seit der Gründung der Mully Children’s Family rückblickend betrachte, kann ich nur feststellen, dass ich viele Lektionen in meinem Glauben an Gott lernen konnte. Wenn ich an die Zukunft denke, sich ich wie sich viele Leben von benachteiligten Kinder positiv verändern werden. Gott war uns gnädig und hat unsere ganze große Familie gesegnet.

Bald ist Weihnachten und am Ende des Jahres schauen viele zurück, was das vergangene Jahr gebracht hat und welche Ziele sie erreicht haben und welche sie sich für das neue Jahr stecken wollen. Auch wir halten Rückblick:
 
Es macht uns viel Freude mit den Kindern zu arbeiten. Die Kinder sprechen von geplanten Liedern, Tänzen und besonderen Aufführungen, die für Weihnachten geplant sind. Sie hoffen auf geschenkte Kleidung (wo möglich) und ein besonderes Festessen. Wenn ich durch die Straßen der Dörfer in unserer Umgebung gehe  sehe ich eine andere Realität als bei uns im Heim: müde Augen von Müttern, ältere Menschen und auch junge Menschen. Wenn ich mich mit Ihnen unterhalte, leuchten ihre Augen auf und sie fragen sich, ob es dieses Jahr rein gutes Weihnachtsfest wird. Sie überlegen, was sie ihren Kindern auf den Weihnachtstisch stellen.

Diese Frage berührt auch mein Herz, da es mich an meine Kindheit erinnert, wo ich nur alle paar Tage etwas zu essen hatte und hungerte. Am Weihnachtstag wanderten wir mehrere Kilometer zu einer der nächsten Kirche von Missionaren in der Hoffnung, dort etwas zu essen zu erhalten. Jeden Tag hoffte ich, dass ich von irgendjemand irgendetwas zu essen bekommen würde, oder Medizin wenn ich krank war. Heute stele ich mir diese Frage au seiner anderen Perspektive: Wie werde ich ein besonderes Essen Weihnachten für meine 2503 Kinder organisieren “Wo kann ich einen Unterschied für ein Kind machen, für eine Mutter, einen alten Menschen oder für einen Kranken, in den Dörfern um uns herum, wo die Menschen wirklich Hilfe brauchen, damit Weihnachten  eine Zeit des Dankens wird. Wer möchte uns mithelfen, diesen Menschen eine Freude zu bereiten?

Wenn wir diese Fragen überlegen, bin ich sehr dankbar, dass wir im 3. und 4. Quartal 2015 Meilensteine setzen konnten.  Ich freue mich, Euch in den Prozess miteinzubeziehen und Erwartungen  und Zukunftspläne zu teilen in den Bereichen Kindererziehung, Straßenkinderarbeit, Bereitstellen von Wasser und sanitären Anlagen, Erweiterung der Landwirtschaft, Hilfe für unsere Umgebung und andere Projekte.

Kindererziehung
Wir hatten ein sehr erfolgreiches Schuljahr. Wir haben die nationalen Schulprüfungen/Tests in  Kenia im Zeitraum Oktober bis November 2015 organisiert. 131 Schüler der 12. Klasse und 57 Schüler der 8. Klasse absolvierten ihre Prüfung “Kenya Certificate of Secondary Education (KCSE) examinations” und  “Kenya Certificate of Primary Education (KCPE) examinations”. Die Kandidaten für den KCSE-Test waren von unseren Schulen MCF Ndalani, MCF Yatta and Dr. Charles Mulli Secondary School.

Die MCF Vipingo High School geht bis zur 10. Klasse aber soll bis zum 12. Schuljahr erweitert werden. 2015 haben wir 538 bedürftige Schüler (277 Mädchen und 261 Jungen in unseren 4 MCF weiterführenden Schulen (high schools).
 
Kandidaten für den Schultest KCPE waren von den MCF Ndalani und MCF Vipingo Grundschulen.

Wir möchten unser schulisches Programm erweitern damit noch mehr Kindereine Chance haben, einen Beruf zu erlernen oder die Universität zu besuchen, so dass sie Verantwortung für sich und andere übernehmen können. 100 Schüler und Schülerinnen haben ihre Schulausbildung 2015 abgeschlossen und besuchen nun die Universität, sieben studieren in USA und Deutschland.  11 junge Leute (4 Mädchen und 7 Jungs schließen dieses Jahr ihr Studium ab.

Berufsschulprogramm 200 junge Mädchen, die aber schon Mutter sind, haben wir dieses Jahr in unserem Berufschulprogramm in Yatta aufgenommen, sie haben bemerkenswerte Fortschritte in ihrer Entwicklung, ihrer Gesundheit  und der Versorgung ihrer Babys  gemacht.
 
 
 

 
Brunnenbohrprojekt - MCF Lodwar
Mitte Oktober habe ich die Kinder in MCF Lodwar besucht um dabei zu sein, al sein Brunnen gebohrt wurde. Das war ein Fest! MCF Lodwar liegt in einer der trockensten  Region von Turkana County, im Norden Kenias, wo es sehr wenig regnet und trockene Jahre Normalität sind. Dieses Brunnenprojekt hilft Kindern und Erwachsenen von einem (nationalen Flüchtlingscamp?) Internally Displaced People’s (IDP) und den Nachbarorten Napetet and Loparaparai im Gebiet  Lodwar.

700 Kinder werden 2015 von uns  versorgt, 2011 waren es „nur“ 400. Unser Projekt hilft Straßenkindern, die psycho-soziale Betreuung brauchen, damit sie sich  in der Gesellschaft zu recht finden. In den letzten 5 Jahren haben wir immer wieder Nahrung ausgeteilt.

Das erfolgreich gebohrte Brunnenloch ist ein Meilenstein für die Bewohner, die Ihre Freude und Dankbarkeit gegenüber MCF und seinen Unterstützern ausdrückten. Der Brunnen wird mindestens von 2,500 Personen/10 Dörfern im Umkreis von 3 bis 5 Kilometern in Lodwar helfen, zusätzlich zur Versorgung unserer 700 Kinder und Mitarbeiter die am Unterricht und der Schulspeisung teilnehmen.  Wir beten dafür, dass wir eine Solarwasserpumpe und Wassertanks in den kommenden Monaten
installieren können.
 
Der Brunnen sorgt nicht nur für ausreichendes gesundes Wasser, es werden auch weniger Mädchen vergewaltigt( sexuell missbraucht) auf dem Weg zum Wasserholen (wie früher). Wir nehmen teil, an der Entwicklung der Gegend. Unser nächstes Ziel ist ein dauerhaftes Schulgebäude zu errichten.  Zur Zeit findet der Unterricht im Schatten von Bäumen statt, was trotzdem sehr warm ist.

Besondere Hilfe für junge Mütter in Seme:
Wie auch in der Vergangenheit helfen wir jungen Mädchen, die schon Mutter sind ,10 jungen Müttern aus Seme,  Kisumu County, deren Elend sogar im nationalen Fernsehen gezeigt wurde. Sie können in unserem Berufschulprogramm in Yatta seit August 2015 teilnehmen. Die Babys sind im Alter von 2 Monaten bis 2 Jahren. Die jungen Mütter haben sich gut eingelebt und sind in einem 2 jährigen Programm wo sie schneidern, Haare frisieren, stricken, kochen und Buchführung lernen. Sie gehören jetzt zu den 200 jungen Mädchen, die schon seit Mai 2015 im Programm in Yatta sind.
 
Wir haben viele Kindern aus lebensbedrohlichen und herzzerreißenden Situationen gerettet. Dazu gehören auch die Kinder, die den Selbstmord ihrer eigenen Mutter (erhängt) vor 2 Wochen mitangesehen haben, sowie ein 14 jähriges Mädchen, das einen 64-jährigen Mann heiraten sollte.

Bitte denkt an diese Mädchen und unsere ganze MCF- Gemeinschaft in Euren Gebeten. Wir geben uns viel Mühe, um mit ihnen ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Damit sie körperlich, seelisch und geistlich gesund werden und wachsen.

Programm für Gerechtigkeit gegenüber Kindern und Frauen:
In Gesprächen mit Kindern und Frauen in besonders schwierigen Situationen höre ich immer wieder, das ihre Rechte beschnitten werden, ihre Nöte und ihr Missbrauch ignoriert wird, auch vor Gericht, MCF will deshalb unterstützen und  auch mit den Behörden (u. a. Polizei) in einem Programm arbeiten. Im August 2015 bot MCF einen Arbeitskreis “Kinder und Frauen vor sexuellem Missbrauch schützen” an. 85 Personen von Polizei und Stadtverwaltung nahmen teil in Yatta / Machako, ein ganz neuer und wichtiger Arbeitszweig von uns.
Wir beten für einen Mitarbeiter/ Büro bei der Polizei, das sich für gerechte Behandlung von Kindern und Frauen vor Gericht in Matuu, Yatta einsetzt und  wo es fachkundige Hilfe für missbrauchte Menschen gibt. Am liebsten hätten wir solche Büros im ganzen Land verteilt.

MCF Programme zur Entwicklung von Führungsqualitäten
In unserem Programm werden 56.000 Kinder und Jugendliche  rehabilitiert. 1800 Lehrer sind angestellt. Wir wollen Drogenmissbrauch verhindern, Kinderrechte stärken, Begabungen und Führungsqualitäten  fördern, Verantwortung für Kinder übernehmen und Trainingsprogramme anbieten um  sexuellen Missbrauch zu verhindern, Berufsausbildungen ermöglichen, die Natur erhalten und schützen.

In Planung: Mullys Internationale Universität (MIU)
MCF hat den Zugang zu Bildung für viele tausend benachteiligte, verletzte Kinder geschaffen und für ihren Lebensunterhalt gesorgt. Unsere finanziellen Möglichkeiten erlauben nicht, dass wir allen Kindern auch eine Ausbildung an Kollegs und Universitäten ermöglichen können.

Da wir ihnen aber gute berufliche Bildung ermöglichen möchten, haben wir im März 2015 beschlossen, den Glaubensschritt zu wagen und eine eigene Universität zu gründen. Ein Team bereitet die nötigen Pläne, ein strukturelles Konzept, Versicherungen und andere notwendige Voraussetzungen vor. Nach etlichen Treffen, Gesprächen und Nachforschungen liegt uns seit 31. Oktober 2015 ein Entwurf für die Entwicklung der internationalen Mully Universität vor. Auch für andere Studenten soll diese Universität öffentlich sein, wenn es sich um besonders bedürftige Studenten in Kenia handelt.

Ziel der Universität soll nicht nur die Bildung der Studenten sein, sie sollen ihr ganzes Potenzial entfalten, das in ihnen steckt. Sie sollen leben und arbeiten in „dignity“, ihre Lebensqualität verbessern, und verstehen, das Lernen ein lebenslanger Prozess  ist.  Es sollen  betriebswirtschaftliche  Kurse angeboten werden, wo es um Technik und Innovation geht, so dass sie das Fachwissen erhalten, um praktische Lösungen zu finden.

MCF  Projekt: Milchkühe
Wir sind allen dankbar, die unser landwirtschaftliches Projekt der Milchproduktion unterstützen, ein nachhaltiges Projekt. Ein besonderer Fortschritt ist die Mauer, die wir um unsere Weiden gebaut haben, damit vorbeistreunende Tiere mit Krankheitserregern unsere Kühe nicht anstecken und Diebe kein Unheil anrichten. Wir haben unseren Kuhstall (Unterstand)  vergrößert, so dass wir bald 50 Milchkühe halten können, nach wie vor auch Kälber, Ziegen und Schafe. Mit der nährstoffreichen  Milch  können wir einen wichtigen Beitrag zur  gesunden Ernährung unserer Kinder leisten. Durch die Milchverarbeitung haben wir ein zusätzliches Einkommen.
 
Außerdem betreiben wir seit Neuestem eine Biogasanlage,  die uns hilft, sauberes Gas zum Kochen für die Mahlzeiten zu erhalten.

MCF Gemüseanbau
Der Anbau und die Ernte unseres Gemüses war gut dieses Jahr. Wir hatten viel für den Eigenbedarf und konnten etliches auf dem Markt verkaufen, um Einkommen zu erhalten. Für den Export bauen wir Prinzessbohnen an. Leider war unser holländischer Bohnenhändler im August 2015 zahlungsunfähig, und wir verloren Einkommen von 3 Monaten Ernte. Wir haben nun einen anderen Abnehmer für unsere Bohnen.

Qualtiätsverbesserung der Wasserversorgung in Ndalani
Im September 2015 haben wir unser Wasserversorgungssystem gewartet und erweitert. Dazu gehört auch, dass wir einen neuen Staudamm errichten. Eine Wasserleitung aus hochdruckstabilem PVC von ca. 1,93 km Länge haben wir verlegt. Dadurch erhalten wir  Wasser vom Fluss in unserem Stausee. Unser neues Pumpenhäuschen beherbergt jetzt 2 Wasserpumpen mit hoher Leistung. Dies alles dient unserer jetzigen und zukünftigen effektiven Wasserversorgung und ermöglicht eine Erweiterung des Gemüseanbaus und der Milchwirtschaft.

Die Lebensumstände werden so leichter für unsere Mitarbeiter in der Farm und im Gemüseanbau in Ndalani

MCF Brennofenherstellung in Yatta

Wir haben mehrere tausend Bäume gepflanzt, um den Klimaveränderungen positiv entgegenzuwirken. Außerdem starteten wir ein Solarenergieprojekt im Ort . so haben wir auch mit der Produktion von kleinen Brennöfen zum Kochen in unserer Töpferwerkstatt begonnen. Damit wollen wir einen Beitrag zu unserer finanziellen Versorgung leisten und junge Menschen in unternehmerischem Denken schulen. Wir wollen mehrere tausend Haushalte in der Umgebung mit den neuen umweltfreundlicheren und sicheren Öfen als Kunden erreichen. Die Rauchentwicklung ist viel geringer bei diesen Öfen

MCF Wasserversorgung und Gesundheitswesen
Wir möchten gerne den armen Menschen in unserer Nachbarschaft helfen. Dies geschieht durch Wasserversorgung in den Orten Kitale, Vipingo und Ndalani, wo MCF–Heime sind, und tausende sauberes Trinkwasser erhalten.
Wir sind so froh, dass die Anzahl von Patienten die zu unserer Krankenstation kamen aufgrund von Krankheiten durch schmutziges Wasser, deutlich zurückgegangen ist. So können wir gute Nachbarschaft pflegen und werden akzeptiert. Dies ist auch für die Zukunft unserer Kinder wichtig, wenn sie dem Heim entwachsen.
 
Gäste und freiwillige Helfer
Einen besonderen Dank möchte ich allen Besuchern und ehrenamtlichen Helfern von MCF aussprechen. Es waren im Jahr 2015 weniger weil etliche Angst vor Terrorismus hatten, und die Reisebüros von USA, Grossbritanien, Australien und Warnungen aussprachen bezüglich Reisen Kenia und Ostafrika. Einige Helfergruppen stornierten ihre Reisen. Trotzdem konnten wir mit freiwilligen Krankenschwestern und Ärzten aus Kanada unser jährliches Medizin-Camp für 3000 Patienten durchführen und in den Monaten Juni/ Juli Essen verteilen (im Elendsviertel/slum). Erstaunlicherweise hatten wir fast täglich von einheimischen Gästen oder Gruppen Besuch, auch von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Universität, und anderen Organisationen, die die Arbeit kennen lernen wollten.

Ganz herzlich möchte ich Euch danken für Euch als Freunde, Unterstützer, Gebetspartner und Botschafter. Ihr habt uns vertraut bei unserem Versprechen, hilfebedürftigen Kindern und psychisch verletzten Menschen lebensverändernd zu helfen. So können wie einem nach dem anderen helfen.
 
Gott der Herr segne Euch und sehe Euch freundlich an. Er behüte Eure Schritte und segne Eure Familien. In dieser Weihnachtszeit sollt Ihr Freude, Liebe und Glücklichsein erleben. Möge es eine Zeit des Dankbarseins werden, wo wir Menschen erreichen und denen Segen bringen, die es am nötigsten brauchen. Mein Gebet ist, das Ihr wie Strassen seid, die Hoffnung und Lichtstrahlen zu einer verletzten, traurigen Welt bringen.

Meine herzlichsten Wünsche sende ich Euch zu Weihnachten, wenn wir die Geburt unseres Herrn und Retters Jesus feiern.

Gottes Segen,

Charles Mulli
(Gründer und Geschäftsführer des Mully-Kinderheimes)

Bankverbindungen:
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail  an    Walter  Schäfer  :
schaefer.wally57@arcor.de  

Besuchen Sie auch unsere neue Homepage: www.mully-childrens-family.com

Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
E-Mail:  schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007

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Oktober 2015

RUNDBRIEF Oktober 2015

„Hilfe für Straßenkinder in Kenia"

Liebe Freunde,
herzliche Grüße von der MCF Ndalani.

Die Zeit vergeht wie im Flug. In den letzen Monaten haben meine Frau Esther und ich viel Zeit damit verbracht, uns um Kinder und Mitarbeiter sowie unsere Gäste in Ndalani und Yatta zu kümmern. Jeden Tag können wir die Veränderung sehen, die sich im Leben tausender aufgenommener Kinder im ganzen Land vollzieht.  Ich arbeite gerade in meinem Freiluft-Büro und höre, wie einer unserer vielen Chöre probt. Gott hat sich wirklich aus dem Munde der Kinder und Säuglinge ein Lob zubereitet.  Wir dürfen bei der Mully Children’s Family immer wieder Gottes Wirken bei unserer Arbeit erfahren. Über 2500 Kinder befinden sich derzeit in unseren verschiedenen Einrichtungen, und die Zahl steigt ständig. Wir danken dem Herrn für seine Gnade und Fürsorge. Auch unseren Freunden und Unterstützern sind wir unendlich dankbar. Sie stehen immer noch treu zu uns, durch alle Höhen und Tiefen. Eure Freundschaft ist ein großer Motivator bei unserer Arbeit. Durch die Gewissheit, dass ihr uns zuhört, für uns betet und spendet, können wir unser wichtigstes Ziel im Auge behalten – den Hoffnungslosen neue Hoffnung zu schenken.

Vor einigen Wochen verbrachte ich einige Zeit mit den Kindern und Anwohnern in unserem neuen Projekt in Lodwar. Wie immer war es eine reine Freude, in ihre lächelnden Gesichter zu schauen und ihren Wilkommensgesängen zu lauschen. Die etwa 690 Kinder kommen hauptsächlich aus einem Vertriebenenlager und einigen verarmten Familien im Umkreis. Sie bekommen nun kostenlose Schulbildung und zwei warme Mahlzeiten täglich. Zusätzlich betreuen wir sie medizinisch und geistlich, und wir haben auch in anderen Angelegenheiten ein offenes Ohr für sie. Unsere Mahlzeiten sind das einzige Essen, das die Kinder bekommen, denn die Eltern sind nicht in der Lage, ihre Kinder zu versorgen. Das Lernen unter den Bäumen im heißen Norden Kenias ist zwar sehr anstrengend, aber die Kinder sind immer fröhlich und hoffnungsvoll und dankbar für die Unterstützung, die sie von der MCF bekommen. Das gilt auch für unsere anderen Einrichtungen in Vipingo, Kitale, Yatta, Eldoret und Ndalani.

In den letzten Jahren haben wir versucht, die Grundbedürfnisse von Kindern und den umliegenden Gemeinden von Yatta, Ndalani, Vipingo, Kipsongo, Kangundo und Turkana zu stillen. Wir sind immer noch bemüht, Einkommensquellen zu schaffen, damit wir finanziell unabhängiger werden und unseren Kindern, Mitarbeitern und Nachbarn eine Ausbildung bieten können. Auch für viele Tausende aus ganz Afrika haben wir schon Seminare veranstaltet. Unter anderem ging es um Gemüseanbau, Viehzucht und Unternehmertum.
 
In der Landwirtschaft waren wir in den letzten 17 Jahren mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Wir waren der erste rein kenianische Betrieb, der das EURO-Gap-Zertifikat von der EU bekam und somit Waren in die EU exportieren durfte. Jedes Jahr müssen wir uns einer strengen Kontrolle unterziehen, um sicherzugehen, dass wir immer noch den Ansprüchen des Zertifikats gerecht werden. Dieses Jahr konnten wir bei dieser Kontrolle auf unserer Farm in Yatta 100% und in Ndalani 98,8% erzielen. Das gab uns den Antrieb, mehr Bohnen anzupflanzen – vor allem für unseren Exportmarkt in den Niederlanden.

Vor zwei Monaten erreichten mich dann aber niederschmetternde Nachrichten von unserem Exporteur, einer niederländischen Firma. Sie sind pleite gegangen und können uns die ausstehenden Schulden von über 90,000 €  nicht zurückbezahlen. Wir haben einen Kreditrahmen von 90 Tagen mit dieser Firma, während derer diese Schulden angefallen sind.

Viele europäische Exportfirmen in Kenia haben es derzeit nicht leicht, da der USDollar stark ist. Daher steigen auch die Transportkosten und der Markt entwickelt sich unvorteilhaft für sie. Aus diesem Grund können sie ihre Produzenten nicht
bezahlen. Eine zweite Exportfirma, mit der wir einen zeitlich begrenzten Vertrag abgeschlossen haben, bietet einen weit geringeren Kaufpreis für unsere Bohnen, da sie sich unserer verzweifelten Lage bewusst sind.

Durch diese unvorhergesehenen Herausforderungen wird der Anteil der Selbstversorgung von MCF von vorher 35-45% auf ein Tief von nur noch 10-15% sinken. In den kommenden Monaten wird es für uns sehr schwer, für die 2500 Kinder, die unter unserem Schutz stehen, zu sorgen. Außerdem wird es schwer, die mehreren hundert Frauen, die mit der Arbeit auf unserer Farm ihre Familie ernähren, zu bezahlen.

Bitte betet mit uns während dieser schweren Zeit.

Herzliche Grüße und Gottes Segen euch und euren Familien

Mit freundlichen Grüßen,
 
DR. CHARLES M. MULLI (PhD, HSC)
 
GRÜNDER  &  GESCHÄFTSFÜHRER  
 
Bankverbindungen:  
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“  
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
 
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht  mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail  an    Walter  Schäfer  :
schaefer.wally57@arcor.de  

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Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
E-Mail:  schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007

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