Rundbrief 2013 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Dezember 2013

RUNDBRIEF Dezember 2013

WEIHNACHTSGRÜSSE AUS DER FERNE!

Es ist doch wunderbar, genau diesen Tag, den Beginn des Monats Dezember miterleben zu dürfen. Der Monat Dezember ist für uns bei der MCF etwas ganz Besonderes, da  wir in der Vorweihnachtszeit immer Aktivitäten starten, die an die Geburt unseres Herrn Jesu Christi erinnern sollen. Damit möchten wir auch Seine Liebe für die Menschheit und seine tägliche Gnade in unserem Leben, zum Ausdruck bringen – egal wo auf der Welt wir leben. Wir bekennen:“Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden   auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!”

Ich möchte mich heute noch einmal ganz herzlich für eure Freundschaft bedanken. Vielen Dank für eure Gebete, eure Liebe, Unterst€tzung und euren Einsatz für eine der größten Familien der Welt. Wir sind eine Familie, die Leben verändert, neue Hoffnung schenkt und den Mittellosen und Waisen ein liebevolles neues Zuhause gibt. Zusammen können wir viel bewirken.

In diesem Jahr haben wir viel Freude, schöne Feste, aber auch große Herausforderungen und große Siege erlebt. Wir kümmern uns um 2400 Kinder direkt, und 15000 Familien werden von uns in verschiedenster Weise unterstützt. Außerdem freuen wir uns besonders, euch mitteilen zu  können, dass wir 40 neue Studenten an Universitäten und Hochschulen einschreiben konnten. Auch dort werden sie weiterhin ganzheitlich von uns unterstützt so dass sie eines Tages als verantwortungsbewusste Erwachsene ihr eigenes Leben führen und ihre Generation und die folgenden positiv beeinflussen können. In diesem Jahr haben 13 Studenten ihren Hochschulabschluss  gemacht. Die Gesamtzahl der MCF-Studenten an verschiedenen Hochschulen ist nun also auf 114 gestiegen. Für einige stehen in diesem Jahr noch ihre Abschlussfeiern an – u.a. auch für George Kairo und Mercy Nzilani, die an der Universtität von Nairobi Medizin studiert haben. Viele weitere junge Erwachsene, die einst aus schrecklichen Lebensumständen herausgeholt wurden und die bereits einen Bachelorabschluss besitzen, studieren weiter mit dem Ziel, einen Masterabschluss zu machen. Für Eltern ist es doch immer eine Freude, wenn die Kinder sich gut entwickeln und sogar die Universität erfolgreich abschließen.

Wenn ich nun auf das vergangene Jahr zurückblicke, dann erinnere ich mich natürlich noch gut an die Überschwemmungen, die Anfang des Jahres so verheerende Schäden  in unserer Landwirtschaft in Ndalani und Yatta angerichtet haben. Damals wurden unsere Gewächshäuser und einige Dämme zerstört, so dass wir wirklich in einer verzweifelten Lage waren. Aber unsere Hilferufe wurden erhört, denn eure Gebete und Spenden haben uns geholfen, die landwirtschaftlichen Nutzflächen wieder herzurichten, die abgedeckten Gewächshäuser zu reparieren und die gebrochenen Dämme wieder aufzubauen. Wir haben die Reparaturarbeiten beinahe in allen Bereichen abgeschlossen. Die Felder sind bebaut, und langsam füllen sich auch unsere Dämme wieder.

Wir wollen die Hochsaison der Bohnenernte noch in dieser Woche beginnen. Dafür haben wir Hunderte von Frauen aus der Nachbarschaft einbestellt, die als Tagelöhnerinnen angestellt werden. So können diese Frauen etwas Geld verdienen, das sie dringend benötigen. Im Lauf des Jahres konnten wir Hunderte von Besuchern und ehrenamtliche Helfer aus dem In- und Ausland bei uns begrüßen. Wenn sie die Geschichten der Kinder hören und sich einige Zeit mit ihnen beschäftigen, spiegeln ihre Augen bei der Abreise eine neue Hoffnung wider, die ein großartiges Zeugnis ist. Diese Hoffnung bringt unsere Besucher dazu, über Gott und Seine Macht nachzudenken.

Jetzt geht also das Jahr zu Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Wie jedes Jahr wollen wir wieder Gottes Liebe mit unseren Mitmenschen teilen. Diejenigen, denen das Nötigste zum Leben fehlt, müssen ganz besonders an Gottes Liebe erinnert werden. Ich freue mich immer, wenn ich jemand mit einer Kleinigkeit ein Stückchen Hoffnung schenken kann.

Meine Frau Esther und ich möchten euch gerne bitten, uns in dieser Zeit im Gebet beizustehen, während wir uns auf unsere Einsätze vorbereiten. Wir hoffen, bei unseren Speisungen an Weihnachten vielen Menschen Mut zu machen. Wir wollen Kindern in Jugendgefängnissen eine warme Mahlzeit bereiten, für 3000 Kinder aus der Nachbarschaft von Ndalani etwas kochen und Gefangenen in einem Gefängnis in der Nähe Essen austeilen. Außerdem wollen wir an unsere bedürftigsten Nachbarn und weitere 10.000 Familien in den Bezirken Ndalani und Yatta, Mais, Bohnen, Speisefett, Maismehl und frisches Gemüse aus unserer Landwirtschaft verteilen.

Ich hoffe und bete, dass ihr während der Zeit, in der wir die Geburt des Herrn Jesus Christus feiern, Gottes Liebe neu erfahren dürft und dass Er euch Gesundheit und Kraft schenkt. Möge Gott euch in allen Dingen segnen. Möge sein Licht auf euch scheinen, wenn wir nun voller Erwartung in das neue Jahr gehen, in dem noch viel größerer  Segen auf uns wartet.

Möge der Friede des Herrn ewig mit euch sein.

Herzlichste Weihnachtsgrüße und ein gesegnetes neues Jahr 2014!

Mit freundlichen Grüßen,
Charles und Esther Mulli
 
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Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
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Oktober 2013

RUNDBRIEF Oktober 2013

„Hilfe für Straßenkinder in Kenia"

Liebe Freunde,

Herzliche Grüße aus Ndalani. Angekündigt durch einen schönen, warmen Morgen zeichnet sich ein weiterer sehr heißer Tag hier ab. Doch innerhalb der nächsten paar Wochen soll sich laut Wetterbericht die Lage ändern und die Regenzeit beginnen. Wir danken Gott für die kommenden Regenfälle, denn wir brauchen das Wasser dringend  für unsere Pflanzungen nach der extremen Trockenzeit.

Die letzten 4 Monate haben wir unermüdlich daran gearbeitet, die vom heftigen Regen zerstörten Glashäuser und Dämme zu reparieren. Wir wollen nicht nur in angemessener Zeit fertig werden, sondern alles auch in einer handwerklich hohen Qualität fertigstellen. Ungefähr 70% der Arbeit ist getan und wir hoffen noch vor dem Einsetzen der Regenzeit den Rest zu schaffen.

Hier eine Zusammenfassung (Auszüge aus dem „update report on dams and agricultural sustainability programs“)  mit Bildern zum Fortgang der Arbeit.
Die sintflutartigen Regenfälle und die darauffolgenden Überschwemmungen haben das Ackerland der MCF, 4 Glashäuser und 4 Speicherbecken (Dämme) zerstört. Diese Verwüstung hat die Hauptlebensadern der MCF direkt betroffen, unsere Nachhaltigkeitsprojekte, unsere alltägliche Ernährung und unser Einkommen aus dem Verkauf der überschüssigen Landwirtschaftsproduktion.

Außerdem war vor allem die Bewässerung der Felder betroffen. Durch das Ausschwemmen der Dämme wurde auch unsere Fischzucht zu Nichte gemacht.
Folgendes haben wir bisher gemacht:
A. Wiederherstellung der Gewächshäuser
1. Kauf von Polyäthylenfolie um 4 Gewächshäuser wieder neu zu bedecken
2. Reparaturen an 6 anderen Gewächshäusern Links: Arbeiter beim befestigen der Folie Die Wiederherstellung dieser 6 Gewächshäuser dauerte von Juni bis September 2013.
3. Rote Erde musste wieder in die fertiggestellten Gewächshäuser gebracht werden
B. Wiederherstellung der Erd-Dämme
Wie bereits berichtet wurde unser Damm Nr. 2 total zerstört. Dieser war unser Hauptwasserspeicher und unser Hauptfischzuchtdeich. Alle Fische wurden weggeschwemmt.
Außer diesem Damm wurden noch 3 andere Dämme beschädigt, die repariert werden mussten.

Im August 2013 konnten wir mit der Wiederherstellung beginnen. Die Arbeiten dauern noch an.
Folgendes wurde bisher gemacht:
1. Anbau von Vetivergras. Dieses Gras dient zur Stabilisierung der Seiten des Dammes.
2. Abbau von roter Erde  und ihre Verteilung an die Stellen, wo der Damm repariert werden
musste.
Rechts; Arbeiten am Damm 2 in Yatta
3. Bau und Reparatur von Armierungen und überlaufrinnen an den Dämmen 2, 3 und 4.
4. Setzen des Vetivergrases an Damm 2, Damm 4 und Damm 5 (wird noch die nächsten 3 Monate in Anspruch nehmen).
Vetivergras-Anbau am Damm 5 in Yatta
Besondere Ausgaben hatten wir durch das Anmieten von Lastwagen, das Warten der Traktoren und den enormen Benzinverbrauch dieser Maschinen. Auch viele Gelegenheitsarbeiter mussten und müssen noch bezahlt werden.

Mitte Oktober werden die ersten Regenfälle erwartet. Bis dahin wollen wir mit den Arbeiten fertig sein. Die zerstörte Wasserpumpe soll bis dahin ebenfalls wieder funktionieren. Außerdem wollen wir wieder mit der Fischzucht beginnen um eigenen Bedarf zu decken und auch um Fisch zu verkaufen.

Die Mully Children’s Family (MCF) möchte allen Freunden, Partnern, Unterstützern im Gebet, allen Menschen, die finanziell geholfen haben, um diesen Weg gehen zu können, danken. Euer Mitwirken hat etwas bewegt.
Betet mit uns um Gottes Fürsorge, bei unseren noch andauernden Arbeiten an den Dämmen.

Gottes Segen
Yours sincerely brother in Christ,
Mully

  
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Mai 2013

RUNDBRIEF Mai 2013

„Hilfe für Straßenkinder in Kenia"

Liebe Freunde,

die momentane Regenzeit hat sich als verheerendste aller Zeiten herausgestellt. Man kann sie mit den Regenfällen vor 11 Jahren vergleichen, als sich die Auswirkungen des El Niño-Phänomens in Kenia bemerkbar machten. Die Schäden, die der Regen, auf den wir oft so gebannt warten, hinterlassen hat, sind niederschmetternd. Wie ihr vielleicht wisst, liegen unsere Heime in Ndalani und Yatta in einer semi-ariden Gegend, in denen der Regen nur unregelmäßig fällt. Oft sind es Hunger und Dürreperioden, die ganze Familien auslöschen, Tiere sterben lassen und die Überlebenden an den Rand der Verzweiflung bringen. Dieses Mal war es der Regen, der nicht nur bei der MCF in der Ostprovinz in Kenia, etwa zwei Stunden Autofahrt von Nairobi entfernt, sondern auch in vielen anderen Gegenden Kenias große Verluste verursacht hat. Viele sind umgekommen, viele weitere haben ihren Besitz verloren. Auch die MCF ist davor nicht bewahrt geblieben.


Ich kann euch aber mitteilen, dass die Regenfälle in den letzten zwei Wochen nachgelassen haben und nun überschaubar sind. Der Fluss Thika, der durch unser Gelände in Ndalani fließt, führt immer noch Hochwasser, aber der Wasserstand ist um beinahe einen ganzen Meter zurückgegangen. Wir konnten die Reparaturen und den Wiederaufbau unser Dämme leider noch nicht beginnen, da uns noch immer die finanziellen Mittel fehlen, um das gesamte Projekt zu stemmen.


Allerdings laufen die Pläne für den Wiederaufbau der zerstörten Dämme, für die Reparaturen und Überdachung der Gewächshäuser sowie das Pflügen und die Wiederherstellung des Bodens, der durch die massive Erosion abgeschwemmt wurde.


Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich bei all denen zu bedanken, die für die Reparaturen der Infrastruktur in Ndalani und Yatta gespendet haben. Wir beten weiter um Geduld und vertrauen darauf, dass der HERR noch weitere Menschen anspricht, die einen Beitrag zum Neuaufbau leisten können. Wir zweifeln nicht daran, dass unser Gott großzügig, freundlich und barmherzig war und ist. Darum glaube ich auch fest daran, dass die Herausforderungen, vor denen wir immer wieder stehen, dazu beitragen, uns stärker zu machen, uns aufzubauen und unser Leben auf IHN, der größer als alle ist, auszurichten.


Mein herzlicher Dank geht auch an alle, die mir in E-Mails Mut und Trost zugesprochen haben. Ich fühle mich dadurch bestärkt und ermutigt, meine  Verantwortung und Vision, die mir vor vielen Jahren von Gott gegeben wurde, weiterzuführen.


Vielen Dank, dass ihr wahre und treue Freunde der Mully Children’s Family seid. Ich weiß, dass wir zusammen, auch in stürmischen Zeiten wie diesen, etwas bewegen können.


Ich wünsche Euch Gottes Segen.


Mit freundlichen Grüßen,
Dr.Ev.C.M.MULLI
GRÜNDER & GESCHÄFTSFÜHRER

 
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April 2013

RUNDBRIEF OSTERN 2013

zu den Katastrophenbildern

„Hilfe für Straßenkinder in Kenia"
SCHÄDEN DURCH SCHWERE REGENFÄLLE AUF DER LANDWIRTSCHAFT DER MCF

Momentan wird die MCF vom Schicksal schwer gebeutelt: Die heftigen Regenfälle der langen Regenzeit haben zwei Dämme in Yatta zum Bersten gebracht, das Dach mehrerer Gewächshäuser abgedeckt, und auf den Farmen in Yatta und Ndalani verfault die Ernte.
Außerdem nahm sich ein MCF - Student in Deutschland kurz vor Ostern das Leben.


Mr. Mulli berichtet:

„Das Jahr hat gut angefangen, und wir haben durch unermüdliche Arbeit die MCF weitergebracht. Wenn unsere Zielgruppen sich körperlich, geistlich, finanziell und sozial entwickeln, freut mich und meine Frau das immer sehr. Die heutige Generation sucht immer noch nach Gottes Angesicht und nach einem erfüllten Leben. Allerdings verändert sich das Klima, in dem wir leben, und wir Menschen haben keine Kontrolle über die Auswirkungen des Klimawandels. Aber in jeder schwierigen Phase vertrauen wir auf Gottes Hilfe und Sein Eingreifen.

Die sintflutartigen Regenfälle, die sich momentan über dem Land ergießen, haben große Schäden und chaotische Zustände verursacht. Es gab Hunderte Todesopfer, und Tausende von Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. In einigen Landesteilen wurden sogar die Schulen geschlossen, da die Klassenzimmer überflutet oder weggeschwemmt wurden, als Flüsse über die Ufer traten. Auf den Farmen im Rift Valley war der Boden so aufgeweicht, dass die üblichen innerbetrieblichen Vorgänge nicht mehr durchgeführt werden konnten. Straßen sind zerstört, und die Telekommunikation ist teilweise zusammengebrochen. Einige Landesteile sind sogar komplett unzugänglich geworden, da stabile Brücken und asphaltierte Straßen weggeschwemmt wurden.
Während ich diesen Brief verfasse, regnet es hier in Yatta immer noch stark. Erst gestern Abend traf ich mich mit einigen Mitarbeitern zu einer Krisensitzung, da der Regen auch auf unserer Landwirtschaft in Yatta und Ndalani verheerende Schäden verursacht hat. Kurz nach Mitternacht bekam ich einen Anruf mit der schrecklichen Nachricht, dass einer unserer Dämme gebrochen sei und einige Teile der Farm überflutet würden.

Einige Nachbarn aus dem Dorf Kosice wurden von Schlammlawinen begraben und kamen dabei ums Leben. Trotz der Verwüstungen sind wir dankbar, dass alle unsere Mitarbeiter und Kinder in unseren Heimen wohlauf sind.

Gestern konnte ich eine Schätzung des Schadens vornehmen, den die heftigen Regenfälle verursacht haben. Ich bin sehr traurig, euch mitteilen zu müssen, dass zwei unserer Dämme mit einer Kapazität von 200 Millionen Litern gebrochen sind und das Wasser ausgelaufen ist. Außerdem wurden Tausende von Fischen aus unserer Zucht weggeschwemmt. Die Ursache für den Dammbruch war, dass die Dämme einer höher gelegenen, benachbarten Farm gebrochen waren und unsere Dämme Nr. 2 und 3 dem zusätzlichen Wasserdruck nicht mehr Stand halten konnten. Da der Regen immer noch anhält, können wir momentan keine Reparaturarbeiten vornehmen. Bei der Lösung dieses Problems ist auch die Finanzierung eine große Herausforderung. Für die Reparaturen der Dämme werden wir nach ersten Schätzungen etwa 200.000 €  benötigen, für die Reparaturen der Gewächshäuser werden Kosten in Höhe von etwa 70.000 € entstehen.

Der Regen hat auch unsere Farmen in Ndalani und Yatta überflutet, so dass unsere grünen Bohnen, unser Kohl sowie andere Gemüsesorten angefangen haben, zu verfaulen und wir keine Ernte haben werden – weder für den lokalen Markt noch für den Export. Die gesamte Ernte der nächsten Wochen ist zerstört. Momentan können wir das Land auch nicht bearbeiten, da wir warten müssen, bis der Regen aufhört.

Die verheerende Konsequenz daraus ist, dass wir die Arbeiterinnen, für die unsere Farm die einzige Einkommensquelle darstellt, vorübergehend entlassen mussten, da es keine Arbeit auf der Farm gibt. Es bricht mir das Herz, Hunderten von Menschen, die für uns arbeiten und von unserer Landwirtschaft profitieren und abhängig sind, entlassen zu müssen. Bitte betet mit uns um gute Ideen bei der diesbezüglichen Planung des weiteren Vorgehens.

Von einigen unserer Gewächshäuser in Yatta hat der heftige Wind die Dächer abgedeckt, so dass auch hier Reparaturarbeiten notwendig sein werden. Das Pumphaus in Yatta wurde von einem umgefallenen Baum getroffen, der Ventile und Pumpenanschlüsse traf, die dann vom Regen weggespült wurden.
 
Caleb Kioko:
Voller Trauer möchte ich euch über den Tod von Caleb Kioko informieren, der in Deutschland Tourismusmanagement studierte. Er wurde am Morgen des  28. März erhängt in seiner Wohnung aufgefunden. Diese Nachricht war ein großer Schock für uns alle und hat uns tief erschüttert. An Ostern hielten wir eine Gedenkfeier mit allen Kindern für ihn, und auch in Deutschland fand eine Trauerfeier mit über 100 Trauernden statt. Nun sollen seine sterblichen Überreste nach Kenia überführt werden, wo er auf dem Grundstück seiner Großmutter, etwa 65 km entfernt von Ndalani, beigesetzt werden soll. Bitte betet für uns, dass Gott uns in dieser schweren Zeit Trost spendet.
Wir möchten außerdem um eure Unterstützung im Gebet bitten, dass wir die notwendigen Mittel aufbringen können, die Überführung und die Beisetzung zu finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10.000 €.

Trotz aller Schicksalsschläge kümmern wir bei der MCF uns weiterhin um unsere bedürftigen Nachbarn in Ndalani. Momentan findet ein „Medical Camp" statt, bei dem  Ärzte und andere Freiwillige aus Kanada ihre Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Nachbarn trotzen dem Regen und kommen auc h weiterhin zur MCF, um sich kostenlos untersuchen und versorgen zu lassen.

Bitte betet mit uns für Kenia, vor allem für die Menschen, die ihre Familienmitglieder verloren haben beziehungsweise ihr Zuhause verlassen mussten. Sie machen gerade eine schwere Zeit durch. Wir möchten euch auch darum bitten, dass ihr für uns um Weisheit betet, gute Entscheidungen bei der Planung der  Aktionen  in den nächsten Wochen zu treffen, so dass wir unsere Kinder und Nachbarn mit Nahrung versorgen und neues Einkommen schaffen können.

Ich möchte euch noch einmal bitten, mit uns darum zu beten, dass wir die notwendigen Mittel aufbringen können, die Dämme wieder aufzubauen, die Gewächshäuser zu reparieren sowie das Zubehör für die zerstörte Wasserpumpe zu kaufen.

Ich wünsche euch Gottes Segen.
Hochachtungsvoll,
Dr. Ev. Charles & Esther Mulli

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Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007

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