Rundbrief 2012 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Dezember 2012

RUNDBRIEF Dezember 2012

Mully Children’s Family
„Hilfe für Straßenkinder in Kenia”
Advent 2012

Liebe Freunde,
Es  ist  doch  erstaunlich,  dass  schon  wieder  Weihnachten  ist. Während wir als Gläubige herbeikommen, um die Geburt unseres Herrn  und  Erlösers Jesus Christus zu  feiern, kennen viele Menschen  die  wahre  Bedeutung  von  Weihnachten  nicht.  Viele glauben, an Weihnachten gehe es nur darum, Geschenke auszutauschen,  gute  Laune zu verbreiten, und gemeinsam mit der Familie bei einem schönen Essen zusammenzusitzen. Aber so schön das auch alles  ist, es ist doch nicht annähernd so gut wie
das Wahre Weihnachten.

An Weihnachten geht es um Erlösung
Die wahre Botschaft von Weihnachten ist: Gott hat uns einen Erlöser geschenkt, der uns von unseren Sünden erlöst, unsere Last abnimmt und unsere Ängste vertreibt. Dieser Erlöser ist Christus, unser Herr – Gott selbst!
Angst hat die Welt im Griff. Aber dieser Griff ist gelöst worden für die, die den Worten der Engel glauben: „Fürchtet euch nicht…  euch ist der Heiland geboren – Christus der Herr!“ Oh lasset uns anbeten, den König.

Das vergangene Jahr 2012 bei der MCF
Dieses Jahr hat sich so einiges ereignet: zunächst wurden wir mit dem Besuch von Regierungsvertretern beehrt, die sich unsere Arbeit anschauten und uns im Bezirk weiter  bekannt machten. Durch die Eröffnung und Einweihung unseres neuen Hauptbüros in Yatta konnten wir unsere Verwaltungsarbeit näher an die Basis bringen. Die meisten Mitarbeiter wurden in dieses Büro versetzt.  Leider ereignete sich im Juli ein  Überfall auf das Büro, bei dem viele wichtige Dinge entwendet und Geld gestohlen wurden. Viele von euch haben während dieser Zeit gebetet und uns unterstützt, so dass wir nach diesem Schock wieder auf die Beine gekommen sind.

Im August haben zum siebten Mal die Abschlussfeiern unserer Berufsschule stattgefunden. Sechzig junge Frauen, die in unserem Heim in Yatta rehabilitiert wurden und eine zweijährige Ausbildung hinter sich gebracht haben, sind nun mit Fertigkeiten ausgestattet, die ihnen einen Start in eine neue, bessere Zukunft ermöglichen. Die Zahl unserer Schützlinge hat sich auch in diesem Jahr erhöht, da wir wieder Kinder aus allen Landesteilen bei uns aufgenommen haben. Außerdem haben dieses Jahr die ersten Schüler,  die wir nach den Ausschreitungen bei den Presidentschaftswahlen 2007/08 aus den Vertriebenenlagern in Eldoret bei uns aufgenommen hatten, ihre Schulabschlussprüfungen gemacht.

All das hätten wir ohne euch, liebe Freunde, niemals geschafft. Wir sind euch sehr dankbar und beten darum, dass Gott euch auch weiter dazu benutzt, Tausenden von Kindern durch die Arbeit der MCF zu helfen und ihr Leben zu verändern.

Es sind scheinbar ausweglose Zeiten; die Welt fleht auf Knien um Rettung aus Armut, Hunger und Krankheiten.

Das Erste Weihnachtsfest
Am ersten Weihnachtsfest war die Welt in einer genauso ausweglosen Lage wie heute. Eine Volkszählung wird durchgeführt, um die bereits hohen Steuern noch weiter zu erhäöhen. Der mörderische, paranoide Herodes der Große ist der König der Juden. Es ist Winter auf den Hügeln von Bethlehem – und kalt. In einem schmutzigen Kuhstall sitzt ein Zimmermann mit seiner jungen Frau – weitab von Zuhause, durchgefroren. Die Frau liegt in den Wehen. Ihr Kind wird in einem Stall zur Welt kommen, ausgerechnet in einem Stall. Warum? Vielleicht hat sie sich diese Frage ja auch gestellt.

Und dann erinnert sie sich an die Stimme des Engels: „Fürchte dich nicht, Maria…“

An Weihnachten wollen wir bei der MCF auch furchtlos sein. Wir wissen, dass wir uns um die Kinder in unseren Einrichtungen kümmern müssen, aber vielmehr noch müssen wir auch den Kindern in unserer Nachbarschaft helfen, und darum wollen wir aktiv werden. Wir möchten die Liebe teilen, die unser Erlöser uns geschenkt hat, als er alle Furcht an jenem ersten Weihnachtsfest vertrieb. Wir haben Folgendes geplant:

- Speisung: Wir wollen je eine besondere warme Mahlzeit f.r die Kinder der MCF und die Kinder in der Nachbarschaft zubereiten.
- Einsätze in den Slums. Warum? Der Retter der Welt wurde an einem Ort geboren, der einem Slum, aus dem viele unserer Kinder kommen, ähnelt. Wir möchten dorthin zurückgehen und den Menschen dort an diesem Weihnachtsfest mit Liebe begegnen, ihnen Essen geben und wertvolle Momente mit ihnen teilen.

Das ist eine große Aufgabe, aber es ist nichts im Vergleich zu der Liebe, die uns Gott am wahren Weihnachtsfest gezeigt hat. Darum sind wir auch voller Zuversicht und bitten euch, uns dabei zu helfen, dies möglich zu machen, so dass wir tausende Menschen in dieser Weihnachtszeit erreichen  können. Nichts ist zu gering, um zu helfen, und wir möchten um eure Gebete und Unterstützung bitten.

Ein Erlöser ist geboren
Fürchtet euch nicht. Die Furcht der Hirten auf dem Feld verwandelte sich in Freude, als sie hörten, dass der Erlöser geboren worden war. Der Messias! In Bethlehem, der Stadt Davids. Wir Menschen sind doch alle eine Familie, die in einem kleinen Dorf lebt. Einem Dorf, das man kennt als eines, in dem sich nicht jeder um den anderen kümmert. Ich glaube aber fest daran, dass wir diese Welt für die nächsten Generationen verbessern können, wenn wir die Liebe Christi, die wir in unseren Herzen tragen, mit anderen teilen.

Möge der Erlöser sich euch an diesem Weihnachtsfest in besonderer Weise zeigen und euch mehr geben, als das Auge sehen kann.

Ich grüße Euch in der Liebe Christi und wünsche gesegnete Weihnachten!
Dr. Ev. Charles. M. Mulli
FOUNDER & CEO
MULLY CHILDREN’S FAMILY

Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
E-Mail:  schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007

Falls Sie den Rundbrief nicht mehr zugesandt haben wollen bitte kurz melden. Danke! (Walter Schäfer)

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Juni 2012

RUNDBRIEF Juni 2012

Liebe Freunde,
wir haben bereits die Mitte des Jahres erreicht, und die Zeit vergeht immer schneller. Wir müssen immer mehr arbeiten, um sicherzustellen, dass wir auch weiterhin unsere gute Leistung steigern können.
Im letzten Monat war bei uns so einiges los. An einigen Ereignissen wollen wir Euch teilhaben lassen und bitten, dass Ihr uns weiterhin auf unserem Weg begleitet.

BESUCH

Im Juni bekamen wir Besuch von zwei Gruppen: eine Schülergruppe der Mutonguni Secondary School und eine Gruppe Studenten des Kenya Technical Training Institute.
Die Schüler aus Mutonguni kamen, um etwas über unsere landwirtschaftlichen Praktiken zu erfahren. Die 35 Schüler und 2 Lehrer freuten sich, zu sehen, wie unsere Nahrungsmittel angebaut werden und wie sie wachsen. Außerdem lernten sie, wie man in einer wasserarmen Gegend am besten Anbau betreiben kann. Die Studentengruppe vom Kenya Technical Training Institute kam, um einen Einblick in die Leitung eines Unternehmens zu bekommen. Wir haben bei der MCF verschiedene Programme, die junge Leute ermutigen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, nachdem sie bei uns eine ganzheitliche Ausbildung erhalten haben. Dieses Modell der MCF hat sich bewährt und funktioniert auch weiterhin. Für die Studenten war es eine mutmachende Erfahrung zu sehen, dass junge Menschen, die eigentlich keinen Zugang zur Bildung gehabt hätten, nun eine gute Ausbildung bekommen. Auch die vielen Erfahrungen, die wir bereits gemacht haben, geben wir gerne weiter, so dass andere davon profitieren und aus ihnen lernen können.

STRICKEN MIT LIEBE UND WÄRME

Wir befinden uns mitten im kenianischen Winter. Laut Meteorologen soll es einer der härtesten werden, den Kenia seit langer Zeit erlebt hat. In einigen Landesteilen liegt sogar Schnee! Alle bemühen sich nun noch mehr darum, gesund zu bleiben und sich warm anzuziehen. Wir freuen uns, dass wir eine Gruppe bei uns begrüßen durften, die  ber Careforce International, eine unserer Partnerorganisationen, zu uns kamen. Es war deshalb so schön, weil die Gruppe aus liebevollen Großmüttern bestand, die ihre
Zuneigung und Wärme buchstäblich mit uns teilten. Sie verbrachten viel Zeit mit den Kindern und berieten die Älteren bezüglich ihrer beruflichen Laufbahn, spendeten Bücher und kauften außerdem eine Nähmaschine für die MCF. Sie nahmen sich auch die Zeit, etwas Besonders für unsere Kinder in Yatta, Ndalani und der benachbarten Grundschule in Inyanzaani zu kochen. Die Großmütter strickten Pullover für alle unsere Kinder, die zwischen 6 Monate und 14 Jahre alt sind. Jeder Schützling bekam seine Portion Zuneigung und Wärme ab, was besonders jetzt im Winter sehr hoch geschätzt wurde. Nach ihrem einwöchigen Aufenthalt haben die Großmütter einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Es war ihre sehr praktische Art, Liebe zu zeigen, die wir gerne mit offenen Armen aufnahmen.

LANDWIRTSCHAFT

Wie Ihr vielleicht wisst, sind unsere Landwirtschaftsprojekte darauf ausgerichtet, unsere Einrichtungen direkt mit Nahrungsmitteln zu versorgen und auch darauf, den  Überschuss zu verkaufen um damit weitere Einnahmequellen zu erschließen. Wir machen das mit dem Ziel, eines Tages selbstversorgend zu sein. Obwohl der Weg noch weit ist, geben wir nicht auf und gehen weiterhin einen Schritt nach dem anderen voran. Diesen Monat konnten wir die Tomatenproduktion erh hen, so dass wir einen ständigen Kundenkreis in unserer Umgebung und der Kleinstadt Thika und sogar einen in Nairobi beliefern können. Durch diesen Kundenkreis ist auch die Nachfrage an Geflügel gestiegen, und wir hoffen, dass wir unser Angebot der Nachfrage entsprechend erhöhen können.

TAG DES AFRIKANISCHEN KINDES
Wenn wir uns umschauen und die vielen Kinder sehen, die mit einer Behinderung leben müssen, die zur Schule getragen werden müssen, weil sie nicht gehen können, gefüttert werden müssen oder Sonderbetreuung benötigen, dann fällt uns doch auf, dass die Not groß ist. Kinder, Lehrer, Eltern und Regierungsvertreter kamen zusammen, um diesen Tag des afrikanischen Kindes zu begehen und um die Verbesserung der Ausbildung, besonders für behinderte Kinder, voranzutreiben. Es ist offensichtlich, dass in diesem Bereich viel getan werden muss und wir alle eine Rolle dabei spielen müssen. Die MCF war mit an der Vorbereitung dieses Tages in unserem Bezirk in Yatta beteiligt, und so nahmen wir auch bei der Eröffnungsfeier am 9. Juni 2012 in Mwingi in der Ostprovinz teil. Durch unseren Auftritt konnten wir zeigen, dass auch die Benachteiligten einen Platz in unserer Gesellschaft haben, egal woher sie kommen. Am 21. Juni wurden in Kithimani im Bezirk Yatta ebenfalls Feierlichkeiten begangen. Einige Schüler von ausgewählten Schulen boten aus diesem Anlass Lieder, Tänze und Gedichte dar. Hierbei wurde noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass alle Kinder gen gend Aufmerksamkeit und Fürsorge bekommen, egal ob sie behindert sind oder nicht. Alle Interessensgruppen wurden aufgefordert, die Bemühungen des kenianischen Bildungsministeriums in diesem Bereich zu unterstützen. Denn allein im Bezirk Yatta gibt es 10.000 Kinder mit Behinderungen. Wir nehmen bei der MCF auch Kinder mit Behinderungen auf, und selbstverständlich wird bei uns jedes Kind mit Zuneigung und angemessener Unterstützung bedacht. Unsere Teilnahme bei diesen
Veranstaltungen bestand nicht nur aus Zuhören und Lernen, sondern wir konnten auch unsere Erfahrungen über den Umgang mit diesen Kindern, die sonst keinen Platz hätten, teilen. Die MCF stellte sauberes Trinkwasser sowie Essen für alle teilnehmenden Kinder, so dass nach den Veranstaltungen etwa 3000 Kinder versorgt werden konnten.

BÜRGERMEISTER VON NAIROBI ZEICHNET MCF KARATE TEAM AUS
Am 31. Mai kamen in der Carter Hall in Nairobi Karatemannschaften aus dem ganzen Land zusammen, um an der zweit gigen Kinder- und Kadettenmeisterschaft des Bürgermeisters von Nairobi (Mayor´s Cup) für unter 21-Jährige teilzunehmen. Kenia feiert am 1. Juni den Madaraka Day, der an den Beginn der Selbstverwaltung Kenias, die im Jahr 1963 erlangt wurde, erinnert. Der Bürgermeister von Nairobi veranstaltet ein Karateturnier, das junge Menschen in einer Sportart zusammenbringt, die in der Sportgemeinschaft Kenias immer mehr Anerkennung findet. Unter ihrem Trainer Paul Kimani schnitt unsere Mannschaft bei Turnieren schon seit mehreren Jahren immer wieder hervorragend ab, und wenn der Bürgermeister von Nairobi davon Kenntnis nimmt, dann tut das auch ganz Kenia. Auch dieses Mal erzielte das Team wieder hervorragende Resultate: Sie besiegten erfahrene Mannschaften und wurden zum Sieger des Tages gekürt. Die MCF gewann die meisten Einzelmedaillen, insgesamt 8 goldene, 8 silberne und 11 bronzene, so dass wir auf eine Gesamtzahl von 27 Medaillen kamen. Das blieb auch dem Bürgermeister von Nairobi nicht verborgen, und unsere Mannschaft wurde am folgenden Mittwoch in sein Büro eingeladen. Das Team hat sich auch für die Jugend-Weltmeisterschaften der Kadetten, die im Oktober in Schottland stattfinden, qualifiziert und darf Kenia bei diesen Wettkämpfen vertreten. Da Karate bisher nicht zu den besonders anerkannten Sportarten in Kenia zählt, war das ein großartiger Tag für den Sport und unsere Mannschaft. Der Bürgermeister überreichte dem Team auch einen Preis und versicherte, sein Büro würde von nun an den kenianischen Karateverband bei all ihren Programmen in Kenia unterstützen und sponsern. Das ist eine großartige Sache, denn das bedeutet, dass das Ansehen des Sports wachsen wird und unser Team weiterhin die Möglichkeit hat, siegreich zu sein. Wir freuen uns, dass wir ständig wachsen und so viel zu tun haben. Wir werden Euch auch weiterhin immer auf dem Laufenden halten.

Wir möchten uns ganz herzlich für Eure langjährige Unterstützung der MCF und unserer Ziele bedanken. Wir beten darum, dass Ihr uns auch immer auf unserem weiteren Weg begleitet.


Gottes Segen!

Dr & Mrs Charles & Esther Mulli

Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
E-Mail:  schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007

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April 2012

RUNDBRIEF OSTERN 2012

Liebe Freunde,
Frohe Ostern!
Wenn wir bei der MCF dieses Jahr an Ostern denken, denken viele an Ferien, Urlaub und Familienfeiern. Manche denken an die Macht der Auferstehung, aber wieder anderen Freunden ist die Bedeutung dieser Zeit des Jahres, in der wir uns momentan befinden, überhaupt nicht bewusst. Was bedeutet Ostern schon?
Vielen bedeutet es etwas, und zwar denen, die realistisch genug sind, um Leben und Tod ernst zu nehmen. Es bedeutet etwas für eine Frau, die tatsächlich gelebt hat und Maria hieß. Halten wir uns doch einmal ihre Geschichte vor Augen.
Maria hatte die herzzerreißende Ehre, das getrocknete Blut vom Leichnam Jesu abzuwaschen, während zwei andere Jünger das Grab in den Felsen von Jerusalem vorbereiteten. Maria weinte, während sie wusch – und erinnerte sich…
Sie hatte gesehen, wie ihr Herr einen qualvollen Tod gestorben war, der Körper mit seinem ganzen Gewicht an den Nägeln hängend, die in seine Hände und Füße geschlagen worden waren. Er hing am Kreuz wie ein ganz gewöhnlicher Verbrecher.
Sie hatte bei diesen Gedanken einen Kloß im Hals, weinte und wusch das getrocknete Blut mit ihren Tränen ab. Sie weinte auch, als sie zusah, wie die Männer den Leichnam Jesu ins Grab trugen und einen schweren Stein davor rollten. War all ihre Hoffnung umsonst? Was war mit den Tausenden von Kranken, die er geheilt hatte? Den zerstörten Leben, die er wieder aufgebaut hatte? Dem Versprechen eines Reiches Gottes?
Aber am frühen Sonntagmorgen war sie wieder am Grab, um dem Leichnam die letzte Ölung zu geben. Bei ihrer Ankunft war das Grab leer. Der Stein war zur Seite gerollt, die Asche in der Feuerstelle der römischen Nachtwache rauchte noch. „Wie können sie nur so grausam sein?“ schrie sie, als sie losrannte, um die Apostel zu informieren. So grausam.
Aber es war nicht Grausamkeit, die den Stein an jenem Ostermorgen zur Seite gerollt hatte. Es war die mächtige Hand Gottes, da Jesus Christus voller Leben ans Licht trat. Mary sah ihn und hielt ihn für den Gärtner. Aber seine Stimme ließ keinen Zweifel. „Maria.“ Sie fiel zu seinen Füßen nieder, Tränen der Trauer verwandelten sich in Freudentränen. „Rabbuni“, sagte sie, als sie ihm ins Gesicht sah. „Meister.“ Sicherlich, Ostereier und Osterhasen sowie die anstehenden Ferien erfreuen die Kinder, aber Sie und ich wissen, was an Ostern wirklich passiert ist.
Bei der MCF erinnern wir uns immer an das Opfer, das unser Herr für uns gebracht hat - und die Kinder, um die wir uns kümmern, haben sonst niemanden, der für sie sorgt. Jesus starb auch für sie. Das Jahr geht schnell voran, aber es bleibt immer genug Zeit, um Tränen und Blut ins Gedächtnis zu rufen, die vergossen wurden; und wir erinnern uns an die Zusage, dass alle, die glauben, ewiges Leben haben werden. Wir erinnern uns an dieses Opfer genauso wie an Ihre Spenden und andere Formen der Unterstützung. Sie müssen wissen, dass wir uns um diese Kinder nur durch Ihren Beitrag kümmern können.
Denn während religiöse Anführer kommen und gehen, bleibt doch die Tatsache: nur Einer ist wieder aus dem Grab getreten. Nur Einer ist von den Toten auferstanden. Nur Einer hat den Tod besiegt. Nur Einer gibt uns die Zusage des ewigen Lebens, wenn wir ihm nachfolgen. Und warum kommen wir nun zusammen, um uns daran zu erinnern? Warum werden sich Tausende von Kindern bei der MCF dieses Jahr an Ostern versammeln? Um den Sieg des Lebens über den Tod zu feiern und zu bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist.
Wir hoffen, dass auch Sie mit uns und Millionen auf der Erde gemeinsam Ostern feiern werden, um unseren auferstandenen König zu feiern. Frohe Ostern!

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ev. C. M. MULLI
Gründer & Geschäftsführer

Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen, Tel. 07072-922306
E-Mail:  schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten
BLZ: 640 618 54, Konto: 17 000, Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung) MCF: Volksbank Steinlach-Wiesaz-Hürten, BLZ: 640 618 54, Konto: 20 124 007


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