Rundbrief 2007 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Rundbrief 2007

MCF feiert Welt- Dichtertag

Grüße von MCF Kenia. Das Wetter ist veränderlich aber die Liebe unseres Herrn ist gleich bleibend und für immer. Das Jahr geht schnell voran und wir können Gott nicht genug danken für seine Treue an jedem neuen Tag. Die unendliche Gnade Gottes ist, was MCF betrifft, alles andere als selten zu sehen. In unserem Prozess des Wachsens und Veränderns haben wir nicht nachgelassen, weiterhin offen zu bleiben für neue Wege in allen Bereichen. Weil ihr für uns betet, wollen wir euch Anteil nehmen lassen an dem, was in der letzten Zeit bei MCF passiert ist.

Welt Dichtertag 2007

Im Ndalani heim feierten MCF Kinder zusammen mit anderen Grundschulen den Welt Kindertag für Dichtung. Jedes Kind, das an diesem Tag teilgenommen hat, konnte sowohl etwas von diesem Tag lernen als auch Spaß haben. Verschiedene Schulen brachten Musikvorführungen oder lasen vor, begleitet von den ?Trommeln für den Frieden?, die das Motto des Tages waren. Wir wurden daran erinnert, dass Kinder ein Recht dazu haben, Nahrung, Bildung und Unterkunft zu haben, dass sie aber nicht gewalttätig dieses recht einfordern sollen. Andere Highlights an diesem Tag waren akrobatische Vorführungen, die uns sehr erfreut haben und ein großes gemeinsames Mittagessen mit allen Besuchern, das den Tag abrundete. Jedes Kind bekam noch etwas Besonderes mit auf den Weg es war ein sehr schöner Tag, den wir gemeinsam mit allen Kindern dieser Welt feiern konnten und die Friedenstrommeln brachten dies zum Ausdruck.

Ostern- mehr als ein Hase und Ostereier

Ein paar Gedanken zu Ostern, das jetzt schon eine Weile hinter uns liegt:
Zu Ostern erinnern wir uns an das Opfer unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz und dass er dann auferstanden ist, um uns für immer von der Macht des Todes zu befreien. Das erinnert uns daran, dass jeder von uns eine zweite Chance bekommt. MCF tritt insofern in die Fußstapfen Jesus, als wir Kindern in ganz Kenia eine zweite Chance geben. In Erinnerung an das, was Jesus Ostern getan hat, lasst uns eine Weile die Hasen und Eier auf Seite legen und uns an die Liebe erinnern, die Jesus gab und versuchen, Liebe an die weiterzugeben, die um uns herum sind.

Medizinischer Segen von weither

Medizinischer Segen kam von Kanada, als eine Gruppe von Freunden nach MCF Ndalani kam, um freie Sprechstunden einzurichten und ebensolche Behandlung für die Kinder und Mitarbeiter von MCF Ndalani sowie für die Menschen in der Umgebung anzubieten. Beinahe drei Wochen lang waren Zahnärzte, Gynäkologen und Allgemein- Ärzte im Einsatz und konnten so Hunderten mit dringend benötigter medizinischer Versorgung dienen. Jung und Altkonnten behandelt werden und diese praktizierte Liebe, die über den Ozean zuuns kam um zu behandeln und heilen war unschätzbar wertvoll. Unsere Kinder und Mitarbeiter sind gesund und dieser Einsatz war ebenso eine Gelegenheit, mit dem Leben derer in Verbindung zu kommen, die in unserer Nähe wohnen.

Prinzessbohnenund PH- Werte

Landwirtschaft- Sicher ist bekannt, dass MCF seit einiger Zeit Prinzessbohnen für den Export nach Europa anbaut. Der Boden ist eigentlich nicht besonders für den Anbau von Gemüse geeignet aber Gott hat wieder einmal gezeigt, dass er der Herr der Ernte ist. In letzter Zeit ist durch den kontinuierlichen Regen in der Ndalani- Umgebung der PH- Wert des Bodens angestiegen. Dies führte zu einem Ernteverlust in nicht unerheblicher Menge und somit auch zu einem Verlust an Einnahmen durch den Export. Allmählich kehren wir zurück zu den normalen Verhältnissen. Trotz des Verlustes haben wir neue Erkenntnisse gewonnen, wie mit den unterschiedlichen Niederschlagsmengen umzugehen ist.

Der Aufbau unserer Zukunft
Mehr Hilfsbedürftige.... Seit Oktober 2006 bis jetzt sind 150 weitere Hilfsbedürftige zu MCF dazugekommen, nachdem sie aus ihrem Umfeld gerettet worden waren und sind seit dem in irgendeiner Formgefördert worden. MCF geht weiter dorthin, wo es möglich und nötig ist um Liebe weiterzugeben an Menschen, die noch nie Liebe erfahren haben. Von den Mädchen, die Ende letzten Jahres zum Yatta Girls Rehabilitation Center gebracht wurden waren einige schwanger und seitdem sind 24 süße Babys geboren worden. Nun leben 269 Menschen in unserer Einrichtung in Yatta!
Bildung und Erziehung...Bei dem Abschluss der höheren Schulbildung (Abitur) schnitten die MCF Schüler ziemlich gut ab. Einer von ihnen von MCF Ndalani, Joseph Ngangá, hat mit einem Durchschnitt von 1 abgeschlossen, was bedeutet, dass er sehr gute Chancen hat, um die Universität zu besuchen und entweder Elektronik oder Elektrotechnik zu studieren.
Ein weiteres Mut machendes Beispiel ist Elizabeth Musyoki. Sie kam aus dem 350 km entfernten Eldoret Juvenile Center nach MCF. Seitdem hat sie sich mit einem Durchschnitt von 2 in ihrem Realschulabschluss letztes Jahr profiliert. Sie würde am liebsten Neuro- Chirurgie studieren.
Es ist immer eine besondere Herausforderung, Kinder zu unterrichten, die nie zuvor eine Form von Schulbildung erlebt haben. Wir danken Gott dafür, was wir bisher alles tun konnten und bitten Euch, weiterhin für uns zu beten, damit wir diese Kinder gut unterrichten können.

Technisches Training- mehr als eine Ausbildung

Neben der klassischen Schulbildung bieten wir für unsere Jungen Hausbau, Technik und Zimmerei als praktisches Training an. Sie haben eine Menge in MCF aufgebaut und sich in ihrem handwerklichen Können verbessert. Die Jungen, die an dieser Ausbildungsmaßnahme teilnehmen, sind verantwortlich für alle Materialien, die für die jeweiligen Handwerke benötigt werden. Durch kontinuierliches Weiterlernen in ihrem Bereich, gewinnen die Jungen Wissen, um später in der Lage zu sein, mit ihrem Fachwissen und können ein eigenes Einkommen zu haben.

Menschen, die uns besonders am Herzen liegen.....

Herzensanliegen....Vor zwei Wochen verloren die Geschwister Jafar Kibet und Amina Chech, die bei MCF betreut werden, ihre Mutter und mussten zu deren Beerdigung reisen. Charles Mully gab ihnen freundlicherweise Geld für diese Reise und sorgte dafür, dass sie von Jonathan Soo begleitet wurden, der der Ansprechpartner der Kinder für Familienfragen ist. Als sie in Kapenguriaankamen, war die Mutter bereits beerdigt worden und es standen noch Rechnungenoffen, die sie begleichen sollten. Dies taten sie, doch bevor sie wieder abreisten, trafen sie ihre Cousine Selna Chebet, eine Ehemalige, die vor drei Jahren von MCF fortgelaufen war. Sie bat Jonathan und ihre Verwandten, sie wieder mit zurückzunehmen nach Ndalani. Charles Mully erlaubte ihr, zurückzukommen und vor einer Woche vertraute sie ihm an, dass es ihr Leid tue, dass sie fortgelaufen war und dass sie nun Aids- infiziert sei. MCF wird sich um Chebet kümmern und heißt sie mit offenen Armen willkommen. Sie wollte nur wieder geliebt werden und Charles Mully ließ sie nicht fallen. Obwohl alle sie für verloren hielten, gibt es jetzt eine neue Chance, ihr wieder Liebe zu geben.

Kindheit und Jugend :Beratungsseminar

Das Seminar wurde in Ndalanimit 24 Teilnehmern und drei Workshopleitern durchgeführt. Die Teilnehmer waren aus mehreren Abteilungen und sollten für ihre Aufgaben, mit den Kindern in verschiedenen Situationen umzugehen, sensibilisiert werden. Die Leiter waren anerkannte Gesundheitsexperten aus Nairobi. Am 19. Februar war erster Seminartag. Die Leiter drückten ihre über die Einladung von MCF aus und empfanden es als eine Ehre, alles dafür zu tun, die Gruppe für den richtigen Umgang mit heranwachsenden Kindern zu trainieren. Das Seminar ging über sechs Tage und hatte täglich drei Lehreinheiten. Dieses Trainings- Workshop war eine gute Investition für das Miteinander von Lehrern und Kindern, weil es auf praktische Situationen Alltag einging. Unter anderem wurden die Teilnehmer in den Bereichen Wachstum und Entwicklung, Begleitung und Beratung, Lebenshilfe und HIV/ Aids geschult.
Wir freuen uns immer wieder darauf, von dem zuberichten, was hier bei MCF passiert, so dass ihr euch mit freuen und für uns beten könnt. Danke für eure treue Unterstützung. Wir bleiben in Kontakt- in der Liebe Christi.

Charles und Esther Mully, März 2007

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