Rundbrief 2005 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Charles Mulli > CM-Rundbriefe
Rundbrief 2005

Liebe Freunde der MCF,

ich hoffe und bete, dass es Euch allen gut geht. Dieses Jahr scheint so schnellvorüber zu gehen wie noch kein anderes zuvor. Mein Arbeitspensum wächsttäglich, so dass mein Privatleben überhaupt keinen Platz mehr zu haben scheint. Meine Frau Esther setzt ihre Gaben vielseitig ein und kümmert sich besonders um die ungeplanten Babys, die diejenigen Mädchen zur Welt bringen, die währendihrer Schwangerschaft zum MCF Straßenmädchenzentrum in Yatta kommen. Sieunterstützt die Mädchen auch während der Entbindung.

BESUCH

Die verschiedenen Besuchergruppen aus Europa, Kanada, den USA und Australien, dieals freiwillige Helfer in unserer Landwirtschaft, in der Schule, beim Bau von Häusern, bei Einsätzen und auf Seelsorgestationen mitgearbeitet haben, waren für uns ein Segen. Es war eine sehr gute Erfahrung, verschiedene Kulturen und Traditionen in einer Familie vereint zu sehen. Wir sind sehr dankbar für alle freiwilligen Helfer, die seit Beginn des Jahres für kurz oder langgekommen sind, um Zeit bei der MCF und mit den Kindern zu verbringen.

"MVDOULOS"

Das Schiff MV Doulos, das die Welt umsegelt, hat im Kilindini-Hafen in Mombasa angelegt. Wir haben die Ehre, ein Team von 17 Jugendlichen alsfreiwillige Mitarbeiter für ca. 2 Wochen auf dieses Schiff zu schicken. All diese jungen Menschen sind sehr gespannt und freuen sich auf die Gelegenheit, auf einem Schiff verschiedenste Arbeiten zu erledigen. Auch ich selbst habe eine Aufgabe auf diesem Schiff, nämlich das Wort Gottes vor Hunderten von Menschen zu verkünden.

YATTA

Das Straßenmädchenzentrum in Yatta ist enorm angewachsen. Waren dort im Februarnoch 98 Mädchen untergebracht, so ist deren Zahl inzwischen auf 219 angestiegen. Etwa 20 Babys sind mit ihren Müttern in das Heim gekommen und 4 Mädchen haben in den letzten 3 Monaten ein Kind zur Welt gebracht. Ein junges Mädchen liegt in den Wehen und wartet in der Krankenstation der MCF auf die Entbindung.
Die Gebäude, die wir im Yatta-Zentrum errichtet haben, sind inzwischen fertig und warten darauf, bezogen zu werden. Die Krankenstation in Yatta ist sehr schön geworden und der Schlafsaal ist fast fertig gestellt.
Der Damm, an dem wir seit März dieses Jahres bauen, ist zu 90% fertig. Mit dem Wasser aus diesem Damm können wir unsere Landwirtschafts- und Umweltschutzprojekte weiter entwickeln. Wir planen, innerhalb eines Jahres mindestens 15.000 Bäume zu pflanzen, um so ein günstiges Mikroklima in und um Yatta zu schaffen.
Das Heim in Yatta benötigt dringend ein zweites Bohrloch, da das bisherige die
Bedürfnisse der Mädchen und Mitarbeiter nicht ausreichend deckt.

NDALANI

Wasserbleibt auch weiterhin ein Thema in Ndalani, wo ein Bohrloch über 600 Kinder, die Mitarbeiter und die Nachbarn aus der Gemeinde mit Wasser versorgt. Wir haben vor, eine Kläranlage am Fluss Thika zu bauen, mit der wir einige Tausend Liter Wasser reinigen und in unsere Wassertanks pumpen werden, so dass die Kinder und Nachbarn das Wasser nutzen können. Das ist ein Projekt, das Gebeteund finanzielle Unterstützung braucht.

SPORT/SCHULE

Unser Karateteam fährt an diesem Wochenende nach Nairobi zu einem Wettkampf, bei dem wir hoffen, einige Preise zu gewinnen.
Die Abschlussklasse der MCF, die 2004 ihre Prüfungen geschrieben hat, hat Anfang des Jahres ihre Prüfungsergebnisse bekommen. Auch dieses Jahr gehört die Schuleder MCF wieder zu den besten 100 Schulen des Landes, was sehr beeindruckendist.

UNGLÜCK

Dieses Jahr mussten wir einige Autounfälle erleben, bei denen eines unserer Fahrzeuge irreparabel zerstört wurde, während zwei andere Fahrzeuge zwar beschädigt wurden, aber repariert werden können. Einen weiteren Unfall hatte mein Sohn Isaac Anfang des Monats Mai, als er mit einem betrunkenen Radfahrer kollidierte. Der Betrunkene fuhr plötzlich von einem Fußweg auf die Straße und wurde vom Auto erfasst. Der Mann starb einige Stunden später bei der Behandlungim Krankenhaus. Bitte betet mit uns für diese Angelegenheit.

AUFFANGZENTREN

Wir haben in verschiedenen Orten Auffangzentren für AIDS-Waisen, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihren Großeltern leben, eingerichtet. Unsere Konzepte sind hierbei gut umgesetzt worden. Hier die genannten Zentren:

  • MCF Kagundo in der Ostprovinz?119 Kinder (sie erhalten Schulbildung, Nahrung, medizinische Versorgung und dasWort Gottes)

  • Mombasa, Küstenprovinz ? 130 Kinder (sie erhalten Schulbildung, Beratung, medizinische Versorgung und dasWort Gottes)

  • Kitale, Rift Valley-Provinz ? 250Straßenkinder bekommen zu essen und werden im Rahmen unserer monatlichenEinsätze medizinisch und geistig versorgt, allerdings gibt es kein Bildungsangebotfür diese Kinder


KINDERIN DEN MCF-HEIMEN
Hier die Anzahl der Kinder in den MCF-Heimen, die bei uns zu essen, ein Dach überdem Kopf, Kleidung, medizinische Versorgung, eine Ausbildung, Seelsorge und elterliche Liebe bekommen:

  • MCF Ndalani bietet 472 Kindern(Jungen und Mädchen) ein Zuhause mit Grund- und weiterführender Schule sowieder Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung

  • MCF Yatta ist Zuhause für 219junge Mädchen und Mütter zwischen 14 und 21 Jahren und deren Babys

  • MCF Eldoret beherbergt 49 kleineKinder, die entweder mit HIV/AIDS infiziert oder davon betroffen sind. Dortgibt es auch einen Kindergarten undeine Grundschule


UNIVERSITÄTEN/HOCHSCHULEN

  • 34 MCF-Kinder sind an Universitäten/Hochschulenimmatrikuliert

  • 15 MCF-Kinder warten auf dieImmatrikulation an einer Universität/Hochschule

  • 6 junge Erwachsene werden beiihrer Ausbildung unterstützt, während sie bei ihren Familien wohnen

  • 55 Lehrer und Mitarbeiter sind in5 Abteilungen tätig

  • 30 freiwillige Helfer aus Keniaarbeiten bei uns

  • 5 freiwillige Helfer aus Europa,Kanada, Australien und den USA arbeiten durchschnittlich pro Monat bei uns


HERAUSFORDERUNGEN
1.) Mangel an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen
2.) Problematische Unterbringung aufgrund zu weniger Schlafsäle und zu wenigen Betten
3.) Mangel an Klärtanks und ausreichender Bewässerung insbesondere in Ndalani
4.) Reparaturkosten der beschädigten Fahrzeuge
5.) LKW für die medizinische Versorgung und für Filmvorführungen zur AIDS-Aufklärung in den benachbarten Gemeinden
6.) Nahrungsmittel in Form von Reis, Mais, Bohnen, Mehl, Speisefett etc.
7.) Schulmaterialien, Schreibwaren?

AUSLANDSREISE

Bitte betet für Ndondo und drei ehemalige Straßenkinder, die bei der MCF ein Zuhause gefunden haben, die gerade zusammen mit Arvid und Ruth Lowen und Paul Boge in Kanada unterwegs sind und dort von der Arbeit der MCF erzählen. Wir werden später noch ausführlicher von ihrer Reise von Vancouver nach Halifax berichten.
Liebe Brüder und Schwestern, ich glaube, dass der, der das gute Werk in uns angefangen hat, es auch gut vollenden wird.
Wir sind euch wirklich sehr dankbar für eure unermüdliche Unterstützung unserer Projekte in den letzten Jahren. Eure Treue zu Gott und euer finanzielles Engagement haben wirklich vielen hoffnungslosen Kindern geholfen, durch die MCF wieder Hoffnung in ihrem Leben zu bekommen. Was für ein riesiger Erfolg! Möge Gott euch reichlich segnen.

Mit freundlichen Grüßen
CharlesMulli

"Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden."
Jesaja 40:31
(Übersetzt von Julia Schäfer)

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