Ober-Widdersheim - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Kindergottesdienst

Kinder sind die Zukunft von MORGEN in Kirche und Gesellschaft.

Deshalb würden wir gerne in jedem Ort einen eigenen Kindergottesdienst durchführen.


Kindergottesdienst findet in Ober-Widdersheim im Gemeindehaus an folgenden Terminen sonntags um 10:45
Uhr statt:

Ab 2017: 11.06., 25.06., 20.08., 03.09.
 
Kein Kindergottesdienst zur Zeit in Unter-Widdersheim.

Kindersingfest in Lauterbach
LAUTERBACH - (gsi). Ganz Lauterbach war voller Musik, genauer gesagt, voller Kinderstimmen. Ganz Lauterbach? Na ja, fast. Denn rund um die Stadtkirche und in der Eichbergschule hatten sich am Samstag fast 200 Jungs und Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren zusammengefunden, um gemeinsam zu singen, Musik zu erfahren, sich zu bewegen und sich musikalisch auszudrücken. Eingeladen dazu hatte das Zentrum Verkündigung in Kooperation mit dem Dekanat Vogelsberg, dem Verband evangelischer Chöre in Hessen und Nassau, dem Verein Andere Zeiten, der EKHN-Stiftung, der Evangelischen Bank und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Eine lange Reihe von Unterstützern, die auch zeigt, welche Bedeutung dem gemeinsamen Singen von Kindern beigemessen wird. Und nicht nur dem: Thema des ersten Kindersingfestes war nämlich nichts Geringeres als die Schöpfung selbst.
Lieder, Texte und Aktionen dazu standen auf dem Programm des Festes, das am Samstagmorgen mit einem gemeinsamen Gottesdienst und Gesang begann. Zum Thema „Schöpfung bewahren“ passte nicht nur das Gemüse- und Obstbüffet, an dem die Kinder sich stärken konnten, sondern auch die Idee, einen Baum im Burggarten zu pflanzen. Damit unterstützten die Veranstalter das Projekt für Klimaschutz und globale Gerechtigkeit „Plant for the Planet“, das im Jahr 2007 von dem damals neun Jahre alten Felix Finkbeiner ins Leben gerufen wurde.
Doch im Vordergrund stand die Musik. Das wurde deutlich, wenn man sich dem nachmittäglichen Hauptort des Geschehens näherte. In der Eichbergschule schwang es, klang es, tönte es aus allen Räumen. Zehn Workshops standen dort für die jungen Sängerinnen und Sänger zur Verfügung, in die sie sich vorher bereits hatten einwählen können: „Eimer, Kiste, Topf“ zum Beispiel. Hier hieß es: Musizieren mit Alltagsgegenständen. Die Kinder und Jugendlichen waren überrascht, welchen Groove man dabei nicht nur einem Becher entlocken kann. Rhythmus war auch das Thema der „Boomwhackers“. Boomwhacker sind Musikinstrumente, unterschiedlich lange Kunststoffröhren, die aufeinander gestimmt sind und unterschiedliche Töne und Tonhöhen erzeugen, wenn man sie auf den Boden oder eine andere Oberfläche schlägt. Ein kraftvoller Workshop war dies, auf den die Kinder sehr neugierig waren und der ihnen richtig viel Spaß machte.
Musik als Herzenssprache
Mehr Bewegung gab es in dem Workshop „Tanzbar“. Diesen leitete Jutta Marth-Steckenreuter, Gemeindepädagogin in Lauterbach. „Es ist wichtig, dass Kinder eigene Bewegung zur Musik finden“, erklärte sie, „aber genauso wichtig ist, dass sie gemeinsam eine Harmonie finden. Dazu müssen sie beim Tanzen gegenseitig auf sich achten und gut miteinander umgehen.“ Kein schlechtes Motto für ein christliches Kindersingfest. „Musik und Bewegung ist eine Herzenssprache, die es überall in der Welt gibt und verstanden wird“, ergänzte die Workshopleiterin und traf damit einen wichtigen Punkt, der an diesem Tag alle Teilnehmer vereinte.
Mit dabei waren nicht nur Kinder aus Lauterbach und der Umgebung, sondern aus dem ganzen Gebiet der EKHN, Gruppen aus Bensheim, Frankfurt oder Bad Nauheim beispielsweise. Auch sie genossen den Tag in Lauterbach. Aida aus Bad Nauheim fand den Workshop „Zeig mir die Musik“ besonders toll. „Mit den Gebärden habe ich richtig was dazugelernt“, freute sie sich. Ihrer Freundin Hanna hat der Workshop „Musik in Farbe“ am besten gefallen. Hier wurden Lieder zu Gemälden und Collagen gestaltet. Doch selbstverständlich wurde in den Workshops auch richtig viel gesungen. Fast in jedem Raum stand ein Klavier, an dem die Kursleiter ihre jungen Sängerinnen und Sänger begleiteten, und natürlich gab es auch Gruppen für „Girls oder Boys only“. So war man ein wenig unter sich und hatte auch dabei jede Menge Spaß.
„Unsere Erfahrung zeigt, dass es überall Kinder gibt, die gerne singen“, sagt Ursula Starke vom Referat Singen mit Kindern im Zentrum Verkündigung der EKHN. „Aber es gibt nicht überall Chöre für sie.“ Mit der Veranstaltung wollte das Team die Kinder einladen, zu singen. Mit Pfarrerin Karin Klaffehn, Kantorin Claudia Regel und jeder Menge anderer Unterstützung aus dem Dekanat sowie dem Chorverband der EKHN hat Starke das Fest organisiert. Entstanden ist die Idee dazu vor drei Jahren, als die Landeskirche das Jahr der Kirchenmusik feierte. „Es war uns ein Anliegen, ein Format zu entwickeln, das allen Kindern gerecht wird und ihnen mehr Möglichkeiten bietet.“ Herausgekommen ist das Kindersingfest, das nun erstmals stattfand und am Nachmittag mit einem sehr musikalischen Gottesdienst ein großartiges Ende fand.
Gestaltet wurde dieser von Pfarrerin Karin Klaffehn, Propst Matthias Schmidt, dem Evangelischen Jugendchor Bad Nauheim gemeinsam mit der Lauterbacher Jugendkantorei sowie einer ganzen Reihe von Musikern und einer Solistin. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand eine Kantate – „Die neue Schöpfung“ –, die die musikalische Leiterin Ursula Starke eigens für das Kindersingspiel in Auftrag gegeben hatte. Komponiert hatte sie der Musikstudent Lukas Schopf, die Texte – allesamt natürlich mit Bezug zur Schöpfung – stammten von Ursula Starke und Pfarrer Daniel Happel.
Mit diesem Gottesdienst, den besonders die jungen Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit ihren Familien begeistert mitbegleiteten, wurde noch einmal die ganze Kraft der Musik und des Gesangs deutlich. Ein mitreißender Gottesdienst in einer Stimmung, der man sich kaum entziehen konnte. Und genauso sollte es ja auch sein.

Quelle: Lauterbacher-Anzeiger vom 27.09.2015
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