Musical 2014 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Musical „Babel blamabel“

Kinder führen Musical „Babel blamabel“ auf / Gertrud Peppler aus Frauenarbeit verabschiedet

Mit dem Präludium zu Charpentiers Tedeum, besser bekannt als Eurovisionsmelodie, spielte Hans Martin Kaiser auf der Orgel den Gottesdienst ein und stimmte damit zugleich die zahlreichen Besucher auf Besonderes ein.

Die Jugendlichen Priska-Marie Höll, Tabea Reisner und Tamina Eiser haben sich bereit erklärt, als Teamer in der Konfirmandenarbeit mitzumachen. Pfarrer Wilfried Höll segnete sie für diesen Dienst. Anschließend stellten sich die neuen Konfirmanden der Gemeinde vor.

Mit der Erinnerung an die Sprachverwirrung, von der im Alten Testament berichtet wird, schlug Pfarrer Höll den Bogen zum Pfingstfest: „Der Bericht zeigt uns, dass sich Menschen auch über die Sprache hinaus verständigen können.“ Das war zugleich die Einführung zum Musical „Babel blamabel“ mit dem Text von Eugen Eckert und der Musik von Andreas Hantke. Kinder zwischen 5 und 13 Jahren hatten es unter der Leitung von Ursula Enke einstudiert. Vor dem Altar war ein großer Schachtelturm aufgebaut.

Von der Kanzel berichtete Alicia Balzer als Sprecherin, wie vor langer Zeit alle Menschen eine gemeinsame Sprache gehabt hätten. Teils mit Playback-Musik, teils von Enke am Keyboard begleitet, sangen die Kinder von der Stadt Babel und schlüpften in die Rolle der Bürger. Hantke hatte bewusst Motive der Popularmusik verwendet. So wurde mit Rock-Rhythmen der Gang der verblendeten Leute durch die Stadt untermalt, prickelnde Synkopen schienen die Handlung voranzutreiben. Mit einer schmeichelnden, unterschwellig unheimlichen Melodie sangen die Bürger das Lied ihrer Maßlosigkeit: „Mit dem höchsten Turm/ Mit dem tiefsten Schacht/Kommen wir ans Ziel/ Sind die größte Macht“. Die Schachteln, die sie als Steine herbeischleppten, trugen Aufschriften: „Angst“, „Überheblichkeit“, „Schmerz“, „Ausgrenzung“.

Dann die Schlüsselszene: Der Turm stürzte ein, die Bürger konnten ihn nicht halten, nicht abstützen, weil sie sich nicht mehr miteinander verständigen konnten. Deutsche Sätze, englische oder Nonsense-Wörter – die Sprachen schwirrten durcheinander, Verwirrung griff um sich, vom ehrgeizigen Turmprojekt blieben nur Trümmer übrig. Die Menschen liefen auseinander, waren in viele Länder verstreut.

Dann wurde der Bogen zum Neuen Testament geschlagen: Jesus machte den Menschen Hoffnung, trat in seiner Predigt für die Bedrückten ein und war den Mächtigen ein Dorn im Auge. Die Verhaftungsszene wurde gespielt, die Sprecherin berichtete von der Kreuzigung. Pfingsten ließ die Gemeinde zusammenwachsen, hob die Sprachverwirrung auf. So sangen die Kinder zum Schluss das Auferstehungslied „Christ has risen“ in vielen Sprachen, die Gemeinde sang die deutsche Strophe mit. Für das Spiel der Kinder gab es lebhaften Beifall von den Gottesdienstbesuchern.

Pfarrer Wilfried Höll schloss mit Dankesworten an Gertrud Peppler, die aus der Leitung der Frauenarbeit ausscheidet. 50 Jahre lang war sie Mitglied der Frauenhilfe, leitete lange Zeit den Frauenkreis und 30 Jahre Dekanatsbeauftragte für Frauenarbeit. „Sie hinterlassen eine große Lücke“, sagte Pfarrer Höll zur sichtlich überraschten Gertrud Peppler und übergab namens der Gemeinde Blumen und eine Urkunde des Landesverbandes.

Quelle: Kreis-Anzeiger 13.06.2014

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