Gemeindeausflug - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Berichte > 2015
Ausflug am 24. Juni in den Westerwald

Bei kühlem Wetter begann unser Ausflug, zu dem Kirchengemeinde und Landfrauenverein Ober-Widdersheim gemeinsam eingeladen hatten. Er sollte uns ins Dilltal und in den Westerwald bringen zu vergangenen und zukünftigen Wohnorten von Pfarrer Höll.

Zuerst ging die Reise über die A45 nach Sinn zur Kunst– und Glockengießerei Rincker, die auch unser Ober-Widdersheimer Kirchturmgeläut gegossen hat. Doch bevor es zur Besichtigung der Glockengießerei kam, fuhr der Bus einen kleinen Schlenker durch Sinn am zukünftigen Altersruhesitz des Ehepaars Höll vorbei, das sie zusammen mit einer Freundin in Sinn gebaut haben. Schon im Vorfeld zeigte sich reges Interesse an diesem „Programmpunkt“, so dass es zu Vermutungen kam, einige der Mitfahrenden seien nur deswegen dabei.

Die nun folgende Führung in der Glockengießerei machte die verschiedenen Schritte zur Vorbereitung und Durchführung eines Glockengusses deutlich. Vom Aufbau der inneren Form über die Erstellung der „falschen Glocke“ bis hin zur äußeren Hülle wurden die verschiedenen Schritte erklärt. Auch das Herausholen der fertigen Glocke nach dem Guss wurde erläutert, wobei das immer erst ca. eine Woche nach dem eigentlichen Guss erfolgen kann, da die Glocken erst abkühlen müssen.

Weiter ging es nach Greifenstein, wo in der dortigen Burg die „Glockenwelt Greifenstein“, ein sehr interessantes Museum zur Geschichte der Glocken besichtigt werden konnte.
Nach dem Mittagessen ging es weiter durch den Westerwald nach Gemünden bei Westerburg, wo Pfarrer Höll elf Jahre lang die Pfarrstelle innehatte. Die dortige Kirche, deren älteste Teile auf das Jahr 879 datiert werden, ist ein imposanter Bau, da sie als Kirche eines Klerikerstiftes erbaut wurde. Die Jahrhunderte haben an diesem Bau ihre Spuren hinterlassen mit Erweiterungen, Umbauten und in den letzten 50 Jahren zwei großen und umfassenden Sanierungen. Aber die Kirche hat noch einen weiteren Schatz, den man so einfach nicht in einem Westerwalddorf von der Größe Ober-Widdersheims erwartet: eine Denkmalorgel, aus dem späten 18. Jahrhundert, die Hans Martin Kaiser für uns zum Klingen brachte.

Danach ging es zum Kaffeetrinken in ein Hofcafé im Nachbarort. Nachdem die Qualität der Torten ausgiebig bewundert und getestet worden war, erwartete uns eine tolle Überraschung.
"Floßfahrt bei schönstem Sonnenschein auf dem Wiesensee"
 
Die Sonne war heraus gekommen und sorgte dafür, dass die Temperaturen gerade rechtzeitig zu unserer Floßfahrt auf dem Wiesensee, einem in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts künstlich aufgestauten Sees angenehm wurden.

Dann ging es durch das Lahntal auf der B49 zurück in die Heimat, die wir wohlbehalten gegen 19 Uhr erreichten. „Das war ein toller Ausflug“ war nicht nur die Meinung dessen, der diesen Satz aussprach.
 
©2017, Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf und Ober-Widdersheim, Alle Rechte vorbehalten.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü