Das Projekt - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Der Konfirmandenunterricht

Nur 1 mal im Monat

Statt jede Woche 1 ½ abgesessene Stunden einmal im Monat ein ganzer Tag Samstag von 9:30 bis 18:00 Uhr.
Also, ca. 6 Zeitstunden Unterricht und dazwischen Zeit für Spaß, Gemeinschaft, Gespräche, Musik.

Zunächst etwas skeptisch sind die Eltern genauso begeistert wie die Konfirmanden.
Die Gemeinschaft mit den Eltern wächst durch den Kochdienst. An jedem Konfitag kochen 2 Elternteile für die ganze Mannschaft. So schwitzend am Kochtopf und beim Spülen gibt es viel Gelegenheit zum Kennenlernen.


Das KU-Projekt der Kirchengemeinde Ober-Widdersheim
im Detail (seit 2002 erprobt):


Der Ablauf eines normalen KU-Tages:
9:00 Ankunft der Teamer, letzte Absprachen, Gebet, Raum herrichten
9:30 KonfirmandInnen kommen, Begrüßung, Geburtstage des letzten Monats werden gefeiert.
9:45 Liederblock mit Gitarrenbegleitung
10:00  Einleitung in das Tagesthema, meist in Form eines Anspieles
10:15 Kleingruppenarbeit zum Thema mit Erarbeitung einer kleinen Präsentation fürs Plenum (Theater, Pantomime, Kollage, Flipchart)
11:15 Pause
11:30 Präsentation der Ergebnisse anschließend: Unterrichtsgespräch
12:30 Mittagessen (von Eltern gekocht) freie Zeit in Hof und Pfarrgarten/auf der Dorfstraße
14:00 Teambesprechung und letzte Absprachen für den Nachmittagsblock
Parallel: Lollitonne (Lutscher für alle statt Zigaretten)
14:30 Inhalt Teil 2, ähnlich wie Vormittag mit Kleingruppenzeit
15:45 Spiel und Spaß bis ca. 16:30 aufräumen und Tschüß

Vorbereitung der KU-Tage:
Zweimal im Monat, zwischen den KU-Tagen trifft sich das Team um den nächsten KU-Tag vorzubereiten. Da nach 8 Jahren KU-Tagen die Inhalte ausgearbeitet und auf den zeitlichen Rahmen angepasst sind geht es dabei hauptsächlich um die Fragen: Was ändern wir, wer macht was und dann, da ja immer neue Teamer dabei sind: Welche Bedeutung hat das jeweilige Thema für meinen persönlichen Glauben? Auf die Art und Weise werden die Teamer sprachfähig und können die Fragen der Konfirmanden auch beantworten.

Themen der KU-Tage:
Das KU-Jahr umfasst ca. 1 Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag (Einstieg in das Jahr), 9 weitere Samstage und 4 Tage KU-Freizeit. (entspricht exakt 1 ½ Wochenstunden)

Einstiegswochenende:

  • Kennlernspiele

  • Geländespiel: „Alpha- bis Omega“, ein Durchgang durch die Bibel unter der Fragestellung: Warum überhaupt Glaube und Gott?

  • Abendessen

  • DVD: „Der Mann der 1000 Wunder“

Samstag:

  • Wer war Jesus und was könnte er mit mir zu tun haben?

  • Danebenimmer wieder Spiele und kennen lernen.


Weiter Themen, die aber nicht immer alle bearbeitet werden:

  • Taufe

  • Gottesdienst

  • Bibel

  • Gebet und Vater Unser

  • 10 Gebote

  • Abendmahl

  • Glaubensbekenntnis

  • Gottesbild und Menschenbild

  • Sucht

  • Beziehungen leben

  • Schöpfung und Eine- Weltproblematik


KU-Freizeit: Freundschaft mit Jesus. Kann man mit Jesus eine geistliche Beziehung leben und haben? Wie sieht diese aus? Erleben von persönlich zugesprochenem Segen.

Gemeindepraktikum:
Jede KonfirmandIn muss ein 4-wöchiges Praktikum in der Gemeinde absolvieren und lernt so die verschiedenen Arbeitszweige kennen. Etliche sind auf diese Art und Weise dadurch zur Mitarbeit gekommen.


Weiterbildung:
Wer nach der Konfirmation mitarbeiten will muss drei „Hürden“ nehmen:

1. „Hürde“: Teilnahme am Jugendeinführungsseminar „JES“ in den Osterferien. Einem Seminarmodell, das seit 18 Jahren erfolgreich von uns und 10 weiteren Gemeinden EKHN weit in Kooperation durchgeführt wird. Thema Trinität: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
2. Teilnahme am Jungmitarbeitertag, der kurz danach stattfindet. Themen: Rechtsfragen, Kleingruppenleitung, Spielpädagogik, meine Motivation zur Mitarbeit, wie erzähle ich von meinem Glauben.
3. Vorbereitungstreffen an sich, die im Grunde eine stetige Weiterbildung sind.


Da die Mitarbeit im Team attraktiv ist, kommen die jungen Menschen auch mit Begeisterung.


Häufig gestellte Fragen:

  • Anwesenheit und Verbindlichkeit: Die Anwesenheitsrate der KonfirmandInenn ist erstaunlich hoch. Es gibt viele Samstage an denen nicht eine Person fehlt. Sollte jemand öfter fehlen, muss er das Gemeindepraktikum ausweiten oder bei bestimmten Projekten mitarbeiten.

  • Vereine: 3 Monate vor Beginn des KU-Jahres werden die Termine ALLER KU-Tage bekannt gegeben. Die Trainer der jeweiligen Vereine bekommen die Termine durch die Sportler überbracht und versuchen diese Termine Spielfrei zu halten. Manchmal klappt es nicht ganz, dann fehlt schon mal jemand für 2 Stunden. Wir erleben aber zunehmend, dass die Konfis sich für KU und gegen Sport an diesen Tagen entscheiden.

  • Beziehungen aufbauen: Auch wenn man sich nur einmal im Monat sieht, wächst die Gemeinschaft doch an einem langen Tag mit Pausen, Spiel, Essen und Freude an der Sache stärker, als wenn man sich nach der Schule noch für 1 ½ Stunden ins Gemeindehaus quält und weiteren Unterricht über sich ergehen lassen muss. Die Kleingruppen werden in der Regel von den jungen Mitarbeitenden geleitet, d.h. es sind ihre Freunde und Bekannten, die etwas über den Glauben erzählen und nicht der Pfarrer. Den fast gleichaltrigen oder auch einer mitarbeitenden Mutter wird viel eher geglaubt, als wenn das nur von den Hauptamtlichen erzählt wird.

  • Nachhaltigkeit: In manchen Jahren sind 1/3 bis 1/2 als Mitarbeitende in der Gemeinde geblieben, die meisten im KU, aber auch KIGO, Jungschar oder Küsterdienst. Sie bleiben meist 2 - 3 Jahre, manche aber auch 5 Jahre und länger. Da die Teamer unter sich eine gute Gemeinschaft bilden und auch meist noch im Jugendkreis sind ist Gemeinde für sie ein Stück Heimat, das weniger mit Arbeit als mit Spaß, Gemeinschaft und tiefer Sinnhaftigkeit verbunden wird. Um Nachwuchsteamer brauchen wir uns keine Gedanken machen, eher ist es manchmal umgekehrt, wie in 2010, da haben wir fast ein 1:1 Verhältnis. Doch genau das fördert die Begeisterung und Beziehungen untereinander. Die noch nicht Konfirmanden der folgenden Jahre warten manchmal sehnsüchtig darauf endlich auch dabei sein zu können und dann Mitarbeitende zu werden.  

  • Freizeiten: Neben der KU-Freizeit bieten wir in allen kleinen Ferien Seminare mit den anderen befreundeten Gemeinden an. Da die Freude daran, sich wieder zu sehen groß ist, fahren viele auch mehrmals im Jahr mit.

  • Zu wenig Inhalt?

mm- Auch wenn nicht immer alle Themen behandelt werden, so bleibt aber das tiefe Gefühl mmmzurück: Glaube hat etwas mit mir zu tun und ist nicht nur Sache des Pfarrers.
mm- Die, die wirklich Interesse haben und dann als Teamer bleiben bekommen im 2. und 3. Jahr mmmdie Inhalte noch einmal ganz anders mit.
mm
- Wenn man ehemalige Konfirmanden nach 2 Jahren normalen wöchentlichen Unterrichts mmmüber die Inhalte befragen würde bekäme man wohl eher spärliche Antworten. Von daher ist mmmes uns lieber, dass sie eine Beziehung zum Glauben bekommen und Lust an der mmmGemeinschaft. Wer da Feuer gefangen hat, der fängt auch an sich selbst mit Glauben zu mmmbeschäftigen und uns dann Löcher in den Bauch zu fragen.  


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