Charles Mulli - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 06.09.2017
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Charles Mulli
Charles Mulli

Charles und Esther Mulli, Eltern von mehr als 2000 Straßenkindern in Kenia. Oder die Geschichte vom reichen Jüngling im 20. Jahrhundert

Charles Mulli, Kenianer, heute (2006) 60 Jahre alt, Kind eines Alkoholikers wurde mit 6 Jahren von seinen Eltern verlassen und lebte bis zu seinem 11. Lebensjahr abwechselnd bei verschiedenen Verwandten. Anschließend jobbte er und versuchte sich selbst sein Schulgeld und eine billige Unterkunft auf der Straße zu erwirtschaften.

Mit 17 kam er mit Christen in Kontakt und bekommt dort schließlich auch seine erste Arbeit. Als treuer Verwalter stieg er rasch auf und konnte sich bald ein eigenes Auto kaufen, mit dem er sich dann als Taxiunternehmer selbstständig machte. Als Mann mit Visionen und Cleverness hat er schon nach kurzer Zeit ein eigenes Taxiunternehmen, eigene Busse, Versicherungsunternehmen und eine große Tankstelle. Man kann ihn nach wenigen Jahren als Millionär bezeichnen. Mit seinen 8 Kindern geht er regelmäßig sonntags nach dem Gottesdienst in ein Firstclass- Hotel mit Swimmingpool. Zweimal im Jahr Familienurlaub in solchen Hotels gehört genauso zu seinem Leben.1989 hat er ein einschneidendes Erlebnis mit Straßenkindern (sie klauen mit Vorwarnung sein Auto). Ihm wird immer klarer, dass es nicht darum geht den Kids Geld zu geben, wie bis dahin immer wieder geschehen, sondern sie brauchen Eltern, Schule, Glaube an Jesus und ein zu Hause. Nach längerer Diskussion mit seiner Familie fängt er 1989 an Straßenkinder in sein Wohnhaus (in einer Nobelgegend von Eldoret) aufzunehmen. Aus den 5 Kindern, die das Leben der Mullis völlig auf den Kopf gestellt haben waren 1991 bereits 60 Kinder geworden, die in seinem Privathaus und in Baracken im Garten gelebt haben. Die Nachbarn und seine Gemeinde schüttelten nur noch den Kopf. Er selbst verkaufte seine Firma Stück für Stück um überleben zu können und gab schließlich alles auf, als er merkte, dass Firma und Straßenkinder nicht unter einen Hut zu bringen sind.
1994 gründet er in der Nähe von Nairobi (Ndalani) ein weiteres Heim, in das er weitere 200 Kinder aufnimmt. Die Kinder erhalten Nahrung, Schulunterricht an eigenen Schulen und eine christliche Erziehung, wobei viele Lehrer Volontäre, Studenten und Junglehrer sind. Die Erziehung und schulische Ausbildung sind so gut, dass beim jährlichen Vergleich die Schule von Charles Mulli in der Region immer an erster Stelle steht und im gesamtkenianischen Vergleich auf den vordersten Rängen. Mit der Zeit kamen auch Ausbildungswerkstätten für Mädchen und Jungs dazu.Heute beherbergen Ndalani, 400 km von Eldoret und 120 von Nairobi entfernt, ca.500 Schüler und Schülerinnen.Im Laufe des Jahres 2006 konnte die Arbeit der MCF (Mully Children Family) ausgeweitet werden. In Yatta werden ca. 500 junge Mütter (ehemalige Prostituierte) und ihre kleinen Kinder sowie einige junge Männer versorgt und erhalten neben der schulischen Ausbildung auch die Chance verschiedenste Berufe zu erlernen (Friseurin, Schneiderin, Hauswirtschaft, Landwirtschaft, EDV).
Im Rahmen eines Resozialisierungsprogrammes kümmert sich die MCF um 202 Kinder in Vipingo in Mombasa, 175 im Kipsongo Slum in Kitale und 132 Kinder in Kangundo. Diesen Kindern kommt neben der Grundversorgung auch Bildung, geistliche Nahrung und familiäre Liebe zu. Zusammen also im Moment etwas mehr als 2000 Kinder.Das typischste für die Arbeit von C. Mulli ist die Tatsache, dass die Häuser ständig zu klein sind (2 Kinder teilen sich ein Bett, Erzieher leben zu viert in einem 9 qm Raum) und das Geld für das tägliche Leben nie reicht.
Mittlerweile haben auch die ersten Straßenkinder ihre Schulausbildung beendet und wollen studieren, aber wer zahlt die Studiengebühren? Ca. 30 StudentInnen finanziert MCF im Moment, etwa 60 warten auf einen Studienplatz.Auf dem großen Grundstück in Ndalani und in Yatta gibt es mittlerweile eine große Landwirtschaft, die bei ausreichend Regen ca. ½ des täglichen Bedarfs deckt. Die Erfolgsstory von MCF führt dazu, dass sich auch die Regierungen der Nachbarländer für ihn interessieren und nach seinem Know how fragen, auch der kenianische Präsident kennt diese Arbeit, hat Mr. Mulli doch nach den Wahlen 1 Jahr lang in Eldoret täglich 11000 Mahlzeiten an die Flüchtlinge in der Zeltstadt verteilt. Das klingt alles ziemlich groß und das ist es auch- und trotzdem kann auch er jeden Euro gebrauchen, zumal dieses Jahr die Regenzeit fast völlig ausgeblieben ist und die Rückhaltebecken für die Bewässerung der Landwirtschaft leer sind. Alleine so Details wie ZB die Monatshygiene für die ca. 600 Mädchen im entsprechenden Alter ist eine echte Herausforderung.
Er selbst und seine Kinder (6 arbeiten im Unternehmen mit) leben äußerst bescheiden und geben alles für dieses Werk.


Homepages: http://www.mully-childrens-family.de/
oder http://www.mully-childrens-family.net/
Eigene Homepage in Kenia: http://www.mullychildrensfamily.org/


Liebe Mulli Freunde,


nachdem in letzter Zeit immer wieder Leute nachgefragt haben, wie es der MCF während der schwierigen Zeit der Dürre ergeht und ob Mullis selbst etwas unternehmen können, um den Menschen in Kenia zu helfen, habe ich Charles Mulli gebeten, uns einen Überblick über seine aktuellen Aktivitäten und Vorhaben zu erstellen.

Den Plan dazu könnt Ihr/können Sie im Anhang detailliert ansehen.

Wer gerne helfen möchte, kann dies tun mit einer Spende unter dem Vermerk "Feeding program" .

Bankverbindung:
Mully Children's Family (MCF)
Volksbank Steinlach-Wiesaz-Härten (SWH)
Kto.-Nr.: 20124007
BLZ: 64061854
Vermerk: "Feeding program"

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